Was ist der Hang Seng Index? - nextmarkets Glossar

Zuletzt aktualisiert: 20.05.2020
Marc Stolic
Autor:
Marc Stolic
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 10 Jahre

Der Hang Seng Index ist der führende Aktienindex der Börse der Sonderhandelszone Hong Kong. Der Aktienindex, abgekürzt HSI, umfasst die 50 bedeutendsten, an der Börse von Hong Kong meist gehandelten Unternehmen.

Veröffentlicht wurde der Hang Seng Index zum ersten Mal am 24. November 1969, und zwar von der HSI Services Ltd., einer Tochterfirma der Hang Seng Bank, die selbst im Index vertreten ist. Der Index ist nicht nur der bedeutendste chinesische Aktienindex, sondern gehört zu den zehn wichtigsten Aktienindizes weltweit.

Hang Seng Index Zusammensetzung

Beim Hang Seng Index handelt es sich um einen Kursindex. Ein Performanceindex existiert ebenfalls, unter dem Kürzel HSI TRI. Die Hang Seng Index Zusammensetzung wird dominiert von Unternehmen aus der Finanzindustrie, die nahezu die Hälfte des Index ausmachen. IT, Energieunternehmen, aber auch die Baubranche und der Immobiliensektor halten ebenfalls hohe Anteile.

Bei der Zusammenstellung des Index werden zunächst alle Aktiengesellschaften berücksichtigt, die an der Börse von Hong Kong gelistet sind. In die engere Auswahl kommen allerdings nur Firmen, die bereits seit mindestens 24 Monaten gelistet sind und zu den 90 % der bestplatzierten Unternehmen am Handelsplatz Hong Kong gehören.

Zusätzlich zum Hauptindex gibt es seit 1985 vier Unterindizes für einzelne Branchen. Weitere Spezial-Indizes, die ebenfalls von der Hang Seng Indix Company herausgegeben werden, sind beispielsweise der Hang Seng Volatility Index, der HSI Composite Index und der China Enterprises Index.

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Hang Seng Index aktuell

Die derzeitige Zusammensetzung des Index umfasst Aktien von Unternehmen, die zum Teil hauptsächlich am chinesischen Binnenmarkt aktiv sind, aber auch internationale Größen. Dazu gehören führend der Internetdienstleister Tencent und die HSBC Bank, aber auch der Hardwarehersteller Lenovo und die Fluggesellschaft Cathay Pacific.

Für Anleger bedeutet dies, dass Unternehmensanteile von Konzernen, die zum Hang Seng gehören, nicht zwangsläufig über die Börse von Hong Kong gehandelt werden müssen, sondern auch an anderen internationalen Handelsplätzen wie der New Yorker Börse gelistet sein können.

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Die wichtigsten chinesischen Indizes

Der Hang Seng Index ist der bekannteste, aber bei weitem nicht der einzige chinesische Aktienindex. Auch die anderen Handelsplätze, die Börse von Shanghai und die Börse von Shenzhen, verfügen über eigene Indizes. Ein Kursindex wie der Hang Seng Index ist der SSE Composite Index der Shanghaier Börse. Hier erfolgt die Gewichtung der Unternehmen entsprechend ihrer Marktkapitalisierung.

Der SSE Composite enthält alle sogenannten A- und B-Aktien, sortiert in zwei Unterindizes. Dabei enthält der SSE 50 – wie der Name vermuten lässt – die fünfzig größten Firmen, der SSE 180 ist mit 180 Unternehmen breiter aufgestellt und umfasst führende Firmen aus zehn verschiedenen Branchen.

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Chinesische Börsen – international attraktiv

Nicht alle Unternehmen im Hang Seng Index oder anderen wichtigen chinesischen Indizes sind an westlichen Börsen handelbar. Wer sich für chinesische Unternehmensanteile oder Derivate auf einen Index interessiert, muss deshalb die chinesischen Handelsplätze und deren Besonderheiten kennen. Die Frage ist hier: wie funktioniert die Börse in China?

Neben Hong Kong sind Shanghai und Shenzhen wichtige Handelsplätze, deren Bedeutung für Anleger unterschiedlich ist. Ausländische Investoren und Trader konnten früher ausschließlich an der Börse von Hong Kong handeln. Seit einigen Jahren können ausländische Investoren aber auch an den beiden anderen chinesischen Börsen in Shenzhen und Shanghai handeln.

Bei den Aktien wird in China zwischen A-, B- und H-Aktien unterschieden. Erstere waren für chinesische Investoren konzipiert und werden in Shanghai und Shenzhen gehandelt – in Renminbi. Inzwischen können aber auch ausländische Anleger die A-Aktien erwerben, ebenso die B-Aktien, die in Hong Kong Dollar notieren. Sogenannte H-Aktien sind international handelbare Unternehmensanteile, die an der Börse von Hong Kong gelistet werden. Eine weitere Besonderheit des chinesischen Aktienmarktes ist, dass ein Unternehmen Anteile verschiedener Typen herausgeben kann, also B- ebenso wie H-Aktien (s. auch Jetzt chinesische Aktien kaufen & traden).

Fakten-Check

Indizes wie der Hang Seng Index und entsprechende Derivate eröffnen Tradern durchaus lukrative Strategien. Wer allerdings von Kursentwicklungen im chinesischen Markt profitieren will, muss entsprechende Kenntnisse mitbringen, etwa zu den Besonderheiten der chinesischen Ökonomie und der verfügbaren Finanzprodukte. Indizes können mithilfe von Derivaten wie Zertifikaten, Futures oder ETF gehandelt werden.

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Hang Seng Index Chart

Wer sich für Derivate auf den Hang Seng Index interessiert, wird zunächst die historische Performance des Index prüfen wollen. Das geht am besten mit einem Chart, in dem die Entwicklung des Hang Seng Index live nachvollzogen werden kann.

Der Hang Seng Index Chart zeigt grundsätzlich positive Trends, allerdings sind die Kurse dabei volatil und mit gelegentlichen Einbrüchen muss gerechnet werden. So verlor der Hang Seng Index am 14. Juni 2018 mehr als 375 Punkte – ein Einbruch, der aus der Besorgnis der Anleger zu verschärften Hypothekenregelungen erwuchs, wiederum verursacht durch ein Anheben der Zinsen um 25 Prozentpunkte durch die Finanzaufsicht von Hong Kong. Dementsprechend büßten besonders Unternehmensanteile aus dem Immobilien- und Bausektor innerhalb eines Tages rasch an Wert ein. Seitdem hat der Hang Seng Index Realtime allerdings einen Aufwärtstrend zu verzeichnen.

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Hang Seng Index Zertifikat

Wie auf alle wichtigen globalen Indizes werden auch auf den Hang Seng Index Derivate angeboten. Mithilfe strukturierter Finanzprodukte kann der Kursverlauf eines Basiswertes – in diesem Fall des Index – 1:1 abgebildet werden. Trader profitieren also von der Kursentwicklung.

Zertifikate auf den Hang Seng Index werden auch von europäischen Banken emittiert und dementsprechend an den Börsen Europas gehandelt. Daher müssen Trader nicht unbedingt Zugang zur Börse von Hong Kong haben, um an der Wertentwicklung des Hang Seng Index zu partizipieren. Dabei ermöglichen Index-Zertifikate die Spekulation sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. Damit die Kursentwicklung gut nachvollzogen werden kann, empfehlen Experten für ausländische Indizes die Anlage in sogenannte Quanto-Zertifikate, die um den Einfluss des Fremdwährungs-Wechselkurses bereinigt sind.

Andere Derivate auf den wichtigsten chinesischen Index

Nicht nur Zertifikate, auch Futures und ETF auf den Hang Seng Index sind handelbar. Futures Kontrakte sind Termingeschäfte, die eigentlich aus dem Rohstoffhandel stammen. Mit dem Abschluss eines Futures vereinbaren Käufer und Verkäufer den Kauf bzw. Verkauf eines Rohstoffes zu einem zukünftigen Zeitpunkt und zu einem zuvor festgelegten Preis. Rohstofferzeuger sichern sich damit gegen Preisverfall ab, der Käufer wiederum sichert sich die Verfügbarkeit. Futures Kontrakte werden inzwischen auch auf andere Anlageklassen angeboten, darunter auch Aktien und Indizes wie der Hang Seng Index.

Bei ETF handelt es sich um börsennotierte Fonds, die passiv verwaltet werden. Auf der Basis eines Algorithmus wird die Wertentwicklung des Index 1:1 durch das ETF abgebildet. Da die Kosten für das aktive Fondsmanagement entfallen, sind ETF besonders für Kleinanleger eine günstige Möglichkeit, die Wertentwicklung eines Index für die eigene Vermögensbildung zu nutzen.

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Investieren in chinesische Unternehmen

Die chinesische Volkswirtschaft ist nicht gefeit gegen gelegentliche Rückschläge, hat aber grundsätzlich noch Wachstumspotenzial. Schon unter der Führung des Realpolitikers Deng Xiaoping begann man damit, eine unternehmerische Mittelschicht zu ermutigen und zu fördern. Chinesische Konzerne können zum Teil beispiellose Erfolgsgeschichten vorweisen – wie im Fall von Tencent oder Alibaba. Andere, ebenso erfolgreiche Firmen sind im Westen weniger bekannt und wenden sich mit ihren Erzeugnissen oder Leistungen an den umsatzstarken Binnenmarkt.

Hinzu kommt, dass China bemüht ist, sich aus der Abhängigkeit von westlichem Wissen und Einfuhrprodukten zu lösen und zunehmend auf eigenen Füßen zu stehen. Geld anlegen in chinesischen Unternehmensanteilen oder in Derivaten auf den Hang Seng Index ist derzeit für Trader und Investoren also durchaus attraktiv. Alternativ können bei nextmarkets Derivate wie CFDs auf die wichtigsten europäischen und US-amerikanischen Indizes gehandelt werden.

Aktien und Indizes aus China in Deutschland handeln

Wer sich für das Potenzial des Hang Seng Index interessiert, wird sich auch mit den gelisteten Unternehmen beschäftigen und dabei rasch auf eine Besonderheit chinesischer Börsengänge stoßen. Unternehmen in der Volksrepublik gehen typischerweise erst dann an die Börse, wenn die Firma bereits eine beträchtliche Größe vorweisen kann. Daher fallen IPOs in China meist verblüffend hoch aus. Wenig verwunderlich, wenn man die Größe des Binnenmarkts bedenkt, auf dem die Unternehmen sich zunächst etablieren müssen.

Will man von der Wertentwicklung von Aktien oder Indizes wie dem Hang Seng Index profitieren, kann man direkt an der Börse von Hong Kong handeln – über einen Broker, der über das Depotkonto den Zugang ermöglicht. Alternativ kann man Derivate wie Hang Seng Index Zertifikate von europäischen Emittenten auch über Handelsplätze in Deutschland bzw. Europa handeln.

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Keine Angst vor der chinesischen Volkswirtschaft

Anleger, die mit der weitgehend freien Ökonomie in westlichen Ländern vertraut sind, befürchten bei einer Investition in chinesische Basiswerte unter anderem die Beeinflussung der Volkswirtschaft im Reich der Mitte durch die Regierung. Offizielle Wirtschaftsindikatoren fallen tatsächlich grundsätzlich gut aus – zu schön, um wahr zu sein? Die meisten etablierten chinesischen Unternehmen stehen im heimischen Markt auf sehr soliden Füßen und gehen überhaupt erst an die Börse, wenn eine gewisse Marktpräsenz gegeben ist.

Ein Indikator für die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft sind nicht nur die Aktienkurse und die Performance der Indizes, sondern auch die Importe und Exporte. Die Zunahmen in diesen Bereichen sprechen für ein tatsächliches und ungebrochenes Wirtschaftswachstum in China.

Schon gewusst?

Chinesische Aktien oder Indizes kann man zwar direkt handeln, oft ist das Trading mit Derivaten aber einfacher und lohnender. Vor allem Finanzinstrumente wie CFDs können über einen spezialisierten Broker gehandelt werden, ohne dass dafür ein Zugang zu chinesischen Börsen erforderlich ist. Bei nextmarkets erhalten Trader die Informationen und Unterstützung für den Einstieg in den CFD-Handel, darunter beispielsweise

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Was ist ein Broker

Welche Folgen hätte ein Handelskrieg für Anleger?

Der „Handelskrieg“ zwischen den Vereinigten Staaten und China ist seit zwei Jahren ständig präsent in den Medien. Die Darstellungen der US-amerikanischen Seite sind durchaus geeignet, interessierte Anleger zu verunsichern. Vor der endgültigen Entscheidung sollten jedoch die realen Zahlen geprüft werden. Und hier zeigt sich, dass China kaum Einbußen bei den Exporten zu verbuchen hat. Die Importe – etwa aus den USA – gehen zurück.

Ob dies jedoch den chinesischen Unternehmen schadet, sei dahingestellt. Zunächst einmal haben europäische und amerikanische Exporteure das Nachsehen, während chinesische Firmen im Handelskrieg-Szenarium möglicherweise einen Anreiz sehen werden, bislang importierte Erzeugnisse selbst herzustellen oder andere Lieferquellen zu erschließen.

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Derivate auf chinesische Aktienindizes

Trader, die sehr aktiv und kurzfristig handeln, verfolgen eine vollkommen andere Strategie als  Anleger, die Aktien kaufen.  Beim Trading, besonders beim sogenannten Daytrading, werden Renditen aus nur kurzfristigen Schwankungen der Kurse gemacht, Positionen werden eröffnet und noch am selben Tag wieder geschlossen. Neben Zertifikaten und Futures eignen sich sogenannte Differenzkontrakte für diese Trading Strategien, denn außerbörslicher Handel mit CFDs erlaubt die Spekulation nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse. Bei nextmarkets können Sie CFDs zwar nicht auf den Hang Seng, dafür aber auf die wichtigsten globalen Indizes wie den S&P 500 oder den deutschen DAX 30 handeln.

Beim CFD-Handel wird nur eine geringe CFD Margin hinterlegt. So kann schon mit wenig Kapital gehandelt werden. Dank der Hebelwirkung wird dieses Basiskapital vervielfacht, die Rendite ebenso. Allerdings muss sich der Trader der Volatilität von CFDs bewusst sein und die Handhabung der notwendigen Trading Tools beherrschen, damit seine CFD Strategien gewinnbringend sind.

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Derivate auf den Hong Kong Index mit dem richtigen Broker

Trader können mit CFD Aktien oder Indizes handeln, denn CFDs bilden die Kursentwicklung des Basiswertes 1:1 ab. Anfänger müssen allerdings zunächst das Trading lernen. nextmarkets unterstützt Sie beim Einstieg in den Handel und erleichtert Ihnen das Verständnis der Finanzmärkte erheblich. nextmarkets verfolgt das anspruchsvolle Ziel, sich für seine Nutzer als bester CFD und Forex Broker oder bester Daytrading Broker zu etablieren.

Zu den Qualitätskriterien gehören eine europäische Regulierung durch die maltesischen Finanzbehörden und sichtbare Hinweise auf die Risiken beim Forex Handel und CFD-Handel. Darüber hinaus werden Schulungsmaterialien, das nextmarkets Expertencoaching und hochwertige Börsensoftware zur Verfügung gestellt, ebenso eine CFD App und ein CFD Demokonto für erste CFD Handel Erfahrungen. Mit diesen Mitteln können sich auch Anfänger gut auf den Echtgeldhandel vorbereiten.

Quellen:

  1. Hendrik Ankenbrand: Indexumstellung könnte China Zufluss von 100 Milliarden Dollar bescheren. In: Frankfurter Allgemeine. Online abrufbar unter: FAZ.net, abgerufen am 03.03.2019.
  2. Ingo Narat: Index-Anbieter MSCI gewichtet chinesische Aktien deutlich höher. In: Handelsblatt. Online abrufbar unter: Handelsblatt.com, abgerufen am 03.03.2019.
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