Islamic Account

Zuletzt aktualisiert: 23.01.2020
Andreas Müller
Autor:
Andreas Mueller
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
15 Jahre

Im folgenden Artikel werden wir uns mit dem Islamic Account beschäftigen. Darunter versteht man Bankkonten oder Trading-Konten, die dem islamischen Recht entsprechen und daher auch von praktizierenden Muslimen genutzt werden dürfen. Ein solcher Islamic Account wird von immer mehr Brokern angeboten.

Im Folgenden gehen wir darauf ein, wie sich ein Islamic Account von einem herkömmlichen Konto unterscheidet und welche Dinge muslimische Trader beim Handel mit CFD (Was ist CFDs?) beachten sollten. Dabei werden wir auch die wichtigen Begriffe Halal, Haram und Scharia klären.

Was ist Halal?

Zunächst wenden wir uns der Frage zu, was unter dem Begriff Halal zu verstehen ist. So lautet die Übersetzung für Halal „rechtmäßig“ bzw. „erlaubt“. Häufig wird der Begriff im Zusammenhang mit Lebensmitteln gebraucht. Wie sich im weiteren Verlauf des Artikels zeigen wird, wird der Begriff aber zum Beispiel auch bei einem Islamic Account verwendet.

Das Gegenteil von Halal ist Haram, was folgerichtig mit „unrechtmäßig“ oder „verboten“ übersetzt wird. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Schweinefleisch und das Trinken von alkoholischen Getränken. Haram ist aber nicht nur der Verzehr von Schweinefleisch, sondern auch der Konsum von Produkten, welche beispielsweise Schweine-Gelatine enthalten (wie in Gummibärchen). Auch bei Kosmetika gilt es aufzupassen, da diese ebenfalls häufig Alkohol oder Erzeugnisse aus Schweinen enthalten.

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Was ist Haram?

Bevor wir auf den Islamic Account eingehen, werden wir uns zunächst noch etwas weitgehender mit dem Begriff Haram beschäftigen. Insgesamt existieren im Islam fünf Bewertungskriterien für das menschliche Handeln: verpflichtend (Wadschib), empfohlen (Sunna), erlaubt (Halal), missbilligt (Makruh) und verboten (Haram).

Die Gläubigen sollen durch diese fünf Kategorien erkennen, welche Auswirkungen ihre Taten im Diesseits und im Jenseits haben werden. In den Bereich „verpflichtend“ fällt zum Beispiel, nur an einen Gott zu glauben. Wer dagegen verstößt,wird nach dem islamischen Glauben entweder schon im Diesseits, mit Sicherheit aber im Jenseits für sein Handeln und seine begangenen Sünden bestraft werden.

Das Gleiche gilt für verbotene Handlungen (Haram). Muslimische Trader werden daher dazu angehalten, beim Trading auf einem Islamic Account die Grundsätze des Islams zu befolgen und sich an die aufgezeigten Regeln zu halten.

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Curated Trading bei nextmarkets

An dieser Stelle möchten wir Sie kurz auf eine Besonderheit bei nextmarkets hinweisen. So stehen Ihnen als Trader bei nextmarkets 14 Coaches zur Verfügung, die Sie dabei unterstützen, das Trading zu erlernen. Bei den Coaches handelt es sich um Experten, die schon seit vielen Jahren als Trader an den Finanzmärkten aktiv sind.

Die Coaches haben die Möglichkeit, ihre Trades und Strategien direkt in der Trading Software darzustellen. Sie als Trader erhalten die Gelegenheit, den Experten bei der Analyse der Charts über die Schulter zu schauen. Auf diese Weise erhalten Sie gute Signale, zudem werden Sie durch dieses „Curated Trading“ beim Daytrading lernen unterstützt.

Im Folgenden werden wir weiter auf den Islamic Account eingehen. Dafür ist es auch wichtig, über das islamische Rechtssystem (Scharia) Bescheid zu wissen.

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Was ist Scharia?

Für Muslime spielen nicht nur die Begriffe Haram und Halal eine sehr wichtige Rolle, sondern auch die Scharia. Die Scharia-Definition lautet wie folgt: Die Scharia stellt die Gesamtheit aller religiösen und rechtlichen Normen dar, welche auch die Mechanismen zur Normfindung und zur Interpretation des Islams umfassen.

Bei der Scharia handelt es sich um ein Rechtssystem, das sich in einem ständigen Wandel befindet. Grundlage bilden der Koran und die Sunna des Propheten. Bei der Sunna handelt es sich um eine große Sammlung an Überlieferungen, welche das Verhalten und die Aussprüche des Propheten Mohammed betreffen.

Da der Koran in einer sehr poetischen Sprache verfasst ist und sich einzelne Suren (Verse) teilweise inhaltlich widersprechen, ist die Interpretation häufig schwierig. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass beispielsweise der Tabakkonsum von manchen islamischen Rechtsgelehrten als verboten, von anderen dagegen lediglich als missbilligt eingestuft wird.

Fakten-Check

Bei einem Islamic Account darf ein Trader weder Zinsen erhalten noch Zinsen zahlen. Daher dürfen in der Regel keine Trades über Nacht gehalten werden, da ansonsten Finanzierungskosten entstehen würden.

  • Ansonsten kann ein Trader auf einem Islamic Account aber ganz „normal“ seine Daytrading Strategie handeln.
  • Achten sollte man aber darauf, dass man keine Aktien von Unternehmen kauft, welche in Bereichen tätig sind, due als Haram (verboten) eingestuft sind.
  • Dies sind vor allem solche Unternehmen, welche zum Beispiel mit der Herstellung von Alkohol oder der Verarbeitung von Schweinefleisch befasst sind.
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Zinsen im Islam

Für einen Islamic Account gibt es verschiedene Regeln, die erfüllt sein müssen, damit das Konto als Halal eingestuft werden kann. Dies ist wiederum nicht der Fall, wenn ein Finanzprodukt eine der folgenden Merkmale aufweist: Zinsen (Riba), Spekulation (Gharar), Glücksspiel (Maysir) und Wetten (Qimar).

Bei den Zinsen ist man dabei sehr strikt: So darf ein Muslim kein Geld für die Zurverfügungstellung eines Kredits erhalten. Vielmehr erfordert das islamische Recht, dass Geld immer für eine Gegenleistung gewährt wird: Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mieter für eine Wohnung Miete an den Vermieter bezahlt.

Dagegen ist es zum Beispiel auch für Muslime möglich, ihr Geld in Aktien zu investieren, obwohl es sich dabei strenggenommen um eine „Spekulation“ handelt. Doch es ist muslimischen Tradern gestattet, mit einem Islamic Account im Rahmen einer Daytrading Strategie Geld zu verdienen.

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Islamisches Handelskonto

Um der Regel des Zinsverbots Rechnung zu tragen, ist ein Islamic Account anders ausgestaltet als ein herkömmliches Trading-Konto. Gut veranschaulichen lässt sich dies zum Beispiel beim Währungshandel an der Forex (Was ist Forex?). So ist der Forexhandel auch für muslimische Trader erlaubt.

Allerdings dürfen auf einem Islamic Account keine Zinsen anfallen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Positionen über Nacht gehalten werden, denn in diesem Fall entstehen Finanzierungskosten. Broker verfahren daher oftmals so, dass sie die Positionen in der Nacht kurz schließen und sodann wieder eröffnen, damit gerade keine Zinsen fällig werden.

Momentan bietet nextmarkets keinen speziellen Islamic Account an. Dennoch kann ein muslimsicher Trader auch bei nextmarkets traden, wenn er darauf achtet, im Rahmen seiner Trading Strategien keine Trades über Nacht zu halten.

Demokonto nutzen

Wer das Trading bei nextmarkets einmal ausprobieren möchte, kann dazu das kostenlose CFD und Forex Demokonto nutzen. Dieses Konto steht für einen unbegrenzten Zeitraum zur Verfügung, sodass Sie als Trader genügend Zeit erhalten, sich in die CFD Software von nextmarkets einzuarbeiten.

Auf dem Demokonto erhält man 10.000 Euro an virtuellem Kapital, welches man zum Trading lernen einsetzen kann. Ein Demokonto bietet sich ebenfalls an, um verschiedene Strategien und Handelsstile auszuprobieren.

Denn erfahrungsgemäß benötigen Einsteiger zunächst eine gewisse Zeit, um sich mit dem Trading vertraut zu machen und eine für sie funktionierende und vor allem auch profitable Strategie zu finden. Unterstützt werden Sie bei nextmarkets von den bereits erwähnten 14 Trading Coaches im Rahmen des Curated Tradings.

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Bei nextmarkets können Sie ein kostenloses Daytrading Demokonto eröffnen. Auf diesem Konto stehen Ihnen 10.000 Euro an virtuellem Kapital zur Verfügung.

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Was ist ein Broker

Islamisches Trading Konto

Bei einem Islamic Account spielt nicht nur das Zinsverbot eine wichtige Rolle. Denn wer zum Beispiel auf seinem Islamic Account mit Aktien oder Aktienfonds handeln möchte, muss sicherstellen, dass die entsprechenden Unternehmen, in welche investiert wird, den sozialen und ethischen Standards entsprechen, die der Islam voraussetzt.

Haram und damit verboten sind Unternehmen, welche in den nachfolgend genannten Bereichen tätig sind: Handel und Verarbeitung von Schweinefleisch, Handel und Herstellung von Alkohol, Prostitution, Pornographie, Handel und Herstellung von Tabak sowie Rüstungsunternehmen.

Beim Handel auf dem Islamic Account ist es auch hilfreich, auf eine sogenannte Halal-Zertifizierung zurückzugreifen: Diese speziellen Stellen entscheiden darüber, ob ein Produkt oder ein Unternehmen Halal oder Haram ist. Dies gilt zum Beispiel für Finanzprodukte wie Fonds.

Livekonto

Schulungs- und Weiterbildungsangebote bei nextmarkets

Beim CFD Trading lernen werden Sie bei nextmarkets nicht nur durch das bereits angesprochene Curated Trading unterstützt. So stehen Ihnen auch zahlreiche Ratgeberartikel zur Verfügung (wie der vorliegende Artikel über den Islamic Account). Die Artikel richten sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Trader.

Wichtige Themen sind zum Beispiel die Grundlagen des CFD-Handels, die Chartanalyse, die Verwendung von CFD und Forex Indikatoren, Handelspsychologie und Money Management. Hilfreich sind aber auch die CFD Hebel Erklärung und die zahlreichen Artikel, welche sich mit profitablen Trading-Strategien beschäftigen.

Ergänzt wird dieses Schulungs- und Weiterbildungsangebot durch Videos, die das Wissen veranschaulichen. Insgesamt ist es empfehlenswert, das Gelernte auch selbst auf dem kostenlosen Demokonto von nextmarkets auszuprobieren.

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Fazit: Islamische Regeln beim Trading beachten

Im Rahmen dieses Artikels haben wir Ihnen den Islamic Account vorgestellt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die wichtigen Begriffe Halal, Haram und Scharia erläutert. Bei einem Islamic Account ist entscheidend, dass der Trader weder Zinsen erhält noch Zinsen zahlen muss.

Der Broker nextmarkets bietet derzeit noch keinen speziellen Islamic Account an (vgl. auch die Liste Bester Daytrading Broker). Allerdings kann ein muslimischer Trader bei nextmarkets traden, wenn er darauf achtet, keine Positionen über Nacht zu halten. Außerdem ist es wichtig, keine Aktien von Unternehmen zu kaufen, welche in Bereichen tätig sind, die als Haram und damit verboten eingestuft sind (zum Beispiel Herstellung von Alkohol oder Verarbeitung von Schweinefleisch).

Wer das Trading bei nextmarkets einmal selbst ausprobieren möchte, kann dazu das kostenlose CFD Demokonto nutzen. Auf diesem stehen 10.000 Euro an virtuellem Kapital zur Verfügung.

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