Carry Trade Strategie erklärt - jetzt auf nextmarkets traden

Zuletzt aktualisiert: 23.01.2020
Christian Kühn
Autor:
Christian Kühn
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 20 Jahre

Unabhängig davon, ob Sie aktuell den Aktienhandel lernen oder sich mit einer anderen Anlageform beschäftigen – Ihr Kapital sollten Sie nie ohne Strategie investieren. Daher möchten wir Ihnen im Verlaufe dieses Ratgeber die Carry Trade Strategie näherbringen. Diese eignet sich besonders für den Handel mit Währungspaaren.

Im weiteren Verlauf des Ratgebers lernen Sie, wo Sie die Trading Strategie umsetzen können und welche Gewinnmöglichkeiten bestehen. Neben den Chancen gehen wir auch auf die Risiken dieser Handelsstrategie ein. So erhalten Sie ein umfassendes Bild vom Carrytrading.

Die Carry Trade Strategie im Kurzporträt

Auf der Suche nach einer Forex Strategie werden Sie früher oder später mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Carry Trade Strategie stoßen. Diese gehört seit Jahren zu den beliebtesten Strategien unter Devisenhändlern. Aus diesem Grund möchten wir die Strategie im Rahmen dieses ausführlichen Ratgebers vorstellen.

Bevor wir alle Besonderheiten, Vor- und Nachteile der Strategie im Detail erörtern, beginnen wir mit einem Überblick. Sämtliche dabei genannten Fachbegriffe und Besonderheiten werden im Laufe des Ratgebers noch genau beschrieben.

Im Gegensatz zu anderen Forex-Strategien können Trader bei dieser nicht nur Gewinne durch Kursschwankungen erzielen. Der Handelsansatz basiert darauf, Währungen mit hohem Zinssatz zu kaufen und Währungen mit niedrigem Zinssatz zu verkaufen. Dadurch können Trader gleichzeitig von Zinsgewinnen profitieren, die durch Overnight-Positionen entstehen. Grundvoraussetzung zur Anwendung dieser Strategie ist ein Forex-Broker, der Zinsen auf solche Positionen gewährt.

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Nur für den Devisenhandel: Carry Trade Strategie

Was ist Forex? Hierbei handelt es sich um die gemeinhin genutzte Abkürzung für die beiden englischen Begriffe „foreign exchange“, also den Handel mit Fremdwährungen. Der Markt, an dem dieser Handel stattfindet, wird unter anderem als Forex-Markt, FX-Markt oder Devisenmarkt bezeichnet. Die Wortbestandteile „Forex“, „FX“ und „Devisen“ lassen dabei stets darauf schließen, dass der Handel mit Währungspaaren gemeint ist.

Ein FX-Broker ist demnach ein Broker, der auf diese Investitionsform spezialisiert ist. Gleichermaßen können Forex-Strategien nicht in anderen Anlageklassen eingesetzt werden. Auch die Carry Trade Strategie bildet keine Ausnahme zu dieser Regel. Sie ist eine klassische Strategie für den Forexhandel.

Dies wird unter anderem dadurch unterstrichen, dass Anleger im Rahmen dieser Strategie von Zinsgewinnen profitieren können. Diese Möglichkeit besteht bei Aktien (s. auch unseren Ratgeber Aktien kaufen), CFDs, ETFs und anderen Basiswerten nicht. Folglich würde es keinen Sinn machen, die Strategie für den Handel mit diesen einzusetzen. Trotz dieser Einschränkung sollten Anleger jedoch ausreichend Möglichkeiten finden, die Strategie einzusetzen. Beim Devisenmarkt handelt es sich immerhin um den weltweit liquidesten Markt.

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Grundlegendes zur Carry Trade Strategie

Bisher wissen wir, dass wir uns im Rahmen der Carry Trade Strategie nicht nur auf dem Devisenmarkt bewegen, sondern gleichzeitig auch auf dem Zinsmarkt. Diese beiden Märkte stehen stets in einem engen Verhältnis. Dies kommt dadurch zustande, dass auch bei einem Devisenhandel stets Währungspaare gehandelt werden. Zu den beliebtesten Paaren gehören unter anderem diese:

  • EUR/USD (Euro – US Dollar)
  • USD/JPY (US Dollar – Japanische Yen)
  • GBP/USD (Britische Pfund – US Dollar)
  • AUD/USD (Australische Dollar – US Dollar)
  • USD/CHF (US Dollar – Schweizer Franken)
  • USD/CAD (US Dollar – Kanadische Dollar)

Dabei handelt es sich um die Währungen der weltweit wichtigsten Wirtschaftsnationen und –räume. Aus diesem Grund werden die Forex-Paare auch als Majors bezeichnet. Ein Forexhandel besteht vereinfacht gesagt aus dem Verkauf der einen Währung des Paares, um damit die andere Währung kaufen zu können.

Um die hier vorgestellte Strategie durchführen zu können, muss es sich bei der verkauften Währung zusätzlich um eine mit niedrigem Zinssatz handeln und bei der gekauften um eine mit hohem Zinssatz. Durch diese Vorgehensweise ist es Anlegern möglich, die unterschiedlichen Leitzinssätze verschiedener Länder auszunutzen und einen Gewinn zu erzielen.

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Praxisbeispiel eines Carrytrades

Die grundsätzliche Funktionsweise eines Carrytrades – so werden Handel bezeichnet, die im Rahmen dieser Strategie umgesetzt werden – sollte nun klar sein. Im nächsten Schritt weiten wir diese Erklärung durch ein Praxisbeispiel aus. Seit dem 10. März befindet sich der Leitzins im Euroraum bei 0,00%. Dies ist ein geeigneter Ausgangspunkt zur Durchführung der Carry Trade Strategie.

Im zweiten Schritt benötigen wir eine Währung aus einem Land mit höherem Leitzins. Die Entscheidung fällt auf die USA, wo der Leitzins seit einiger Zeit beständig angehoben wird. Für unser Rechenbeispiel nehmen wir einen fiktiven Wert von 2,50% an, auch wenn der Dollar-Leitzins in der Realität etwas darunter liegt.

Das gehandelte Devisenpaar ist demnach EUR/USD. Beachten Sie bitte, dass dieses Beispiel keineswegs eine Anlageberatung darstellt. Bei den Leitzinsen handelt es sich um Momentaufnahmen (Stand: 01. Februar 2019), zu einem späteren Zeitpunkt können diese also von den hier genannten Werten abweichen.

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Bei nextmarkets haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Strategien beim Handel mit den angebotenen Basiswerten umzusetzen. Fall Sie jedoch weder die Zeit noch die Erfahrung haben, eine eigene Strategie zu erarbeiten, können Ihnen unsere erfahrenen Börsencoaches weiterhelfen. Diese sind auf unterschiedliche Fachgebiete spezialisiert und stellen damit eine ideale Anlaufstelle dar.

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Beispiel: Carry Trade Strategie mit EUR/USD

Zur Durchführung des Trades müssen nun noch weitere Parameter festgelegt werden, so zum Beispiel die Lotgröße. Für unser Beispiel handeln wir ein Lot, was einem Wert von 100.000 Euro entspricht. Möglich wäre es jedoch auch, ein Vielfaches dieser Positionsgröße zu handeln. Auch der Handel von Mini-Lots (entspräche 10.000 Euro) oder Micro-Lots (1.000) sollte über jede moderne Forex Trading Software möglich sein.

Das Währungspaar EUR/USD mit der Positionsgröße 1 Lot wird zudem „short“ gehandelt. Short und Long sind zwei Fachbegriffe aus dem Investmentbereich, die jeder Anleger zwingend kennen sollte.  Diese bezeichnen die Käufer- und Verkäufer-Position in einem Handelsgeschäft, die aus diesem Grund auch Long- oder Short-Position genannt wird.

Long bezeichnet beim Handel mit Finanzinstrumenten dabei stets die Käuferseite, der Anleger geht also davon aus, dass das Instrument im Wert steigt. Die Gegenseite wird mit short bezeichnet, sie geht von einem fallenden Wert des Instruments aus. Auch Leerverkäufe gehören zu dieser Kategorie.

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So profitieren Sie von der Carry Trade Strategie

Was ist Trading? Im Rahmen dieses Ratgebers beschäftigen wir uns nicht nur intensiv mit der vorgestellten Tradingstrategie. Gleichzeitig erläutern wir sämtliche Fachbegriffe, die Sie benötigen, um sich sicher an den Finanzmärkten bewegen zu können. Der Ratgeber bietet dadurch nicht nur einen Mehrwert für alle, die sich für Forexstrategien interessieren, sondern generell für alle, die noch am Anfang ihrer Tradingkarriere stehen.

Da wir uns in unserem Beispiel für eine Short-Position entschieden haben, bedeutet dies für den Handel folgendes:

  • die Währung Euro wird verkauft
  • die Währung Dollar wird gekauft

Als Trader müssen Sie zuvor nicht im Besitz der Währung sein, um eine solche Position eröffnen zu können. Im Grunde machen Sie nicht anderes, als eine Währung, die Sie nicht besitzen, am Markt anzubieten. Das hieraus gewonnene Kapital wird anschließend in die zweite Währung investiert. Um die Position zu schließen, müssen Sie anschließend wieder eine Gegenposition eröffnen und die zuvor verkaufte Währung wieder ankaufen. Einen Gewinn können Sie so beispielsweise über eine Änderung des Wechselkurses erzielen.

Carry Trade Strategie ermöglicht auch Zinsgewinne

Im Rahmen der Carry Trade Strategie ist es Ihnen jedoch nicht nur möglich, Gewinne durch Wechselkursänderungen zu erzielen. Durch die Auswahl von Währungen aus Ländern mit hohem und niedrigem Leitzins kann zudem ein Gewinn durch den Zinsunterschied entstehen. Übertragen auf unser Beispiel profitieren Sie bei einem Short-Handel von EUR/USD also von dem höheren Zinssatz in den Vereinigten Staaten.

Wie bereits beschrieben, müssen Sie sich beim Devisenhandel stets eine Währung leihen, um eine andere kaufen zu können. Während Sie auf das erhaltenen Darlehen Zinsen bezahlen müssen, erhalten Sie gleichzeitig auch Zinsen für die Währung, die Sie halten. Spätestens jetzt wird deutlich, warum im Rahmen der Carry Trade Strategie Währungen mit einer Zinsdifferenz gewählt werden sollten.

Anders als bei Sparanlagen, wo Sie meistens einmal im Jahr Zinsen auf Ihr Guthaben erhalten, werden Zinsen beim Forexhandel täglich ausgezahlt. Gleichzeitig müssen Sie aber auch täglich Zinsen auf das erhaltene Darlehen bezahlen. Falls die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen positiv ist, erhalten Sie eine Gutschrift auf das Handelskonto ihrer Forex App. Bei einem negativen Wert wird der Betrag entsprechend abgezogen.

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Zinsdifferenz wird auch als Swap bezeichnet

Dieser Ratgeber richtet sich nicht nur an Anleger, die sich für Forex Strategien interessieren. Gleichzeitig sollen auch alle, die aktuell das Trading lernen, einen Mehrwert aus dem Ratgeber ziehen können. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns zwar hauptsächlich auf alle Eigenschaften der Carry Trade Strategie, erklären daneben aber auch alle verwendeten Fachbegriffe.

Einen, auf dem Sie beim Handel mit Devisen ständig stoßen werden, ist der Swap. Vermutlich ohne es zu wissen, haben Sie die Definition des Swaps bereits im vorherigen Abschnitt gelesen. Denn Swaps entstehen durch die Unterschiede zwischen den Zinssätzen für Tagesgeld – und diese machen sich Carrytrader im Rahmen der hier vorgestellten Strategie zu nutze. Anspruch auf einen Netto-Swap-Kredit besteht, wenn die Differenz zwischen dem Zins, den Sie erhalten und dem Zins, den Sie bezahlen müssen, positiv ist. Im gegenteiligen Fall wird Ihr Konto mit dem entsprechenden Swap-Betrag belastet.

Ausführliches Rechenbeispiel zur Carry Trade Strategie

Mithilfe unseres Beispiels haben wir bis hierhin lediglich beschrieben, welche theoretischen Auswirkungen der Handel mit Devisenpaaren auf das Tradingkonto haben kann. Nachfolgend wollen wir dieses Carry Trade Beispiel mit den Zahlen füllen, die wir anfangs ebenfalls genannt haben:

  • Leitzins in der EU: 0,00%
  • Leitzins in den USA: 2,50%
  • Positionsgröße: 1 Lot (100.000 Euro)
  • Short-Position

Das Delta, also die Differenz zwischen Leitzinssatz der EU und der USA, beträgt 2,50%. Dieser Wert kann genutzt werden, um zu ermitteln, welcher Zinsgewinn über einen bestimmten Zeitraum möglich ist. Vorausgesetzt, die Short-Position wird über den Zeitraum eines Jahres gehalten und es kommt zu keiner Anpassung des Leitzinses, betrüge der Zinsgewinn 2.500 Euro. Dies entspricht 2,50% der anfangs investierten 100.000 Euro.

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Carry Trade Strategie mit Hebeln kombinieren

Die Summe von 2.500 Euro im Laufe eines Jahres allein durch Zinsen zu gewinnen, klingt im ersten Moment nicht schlecht. Dem gegenüber darf jedoch nicht das Risiko vernachlässigt werden, dass hierfür zunächst auch 100.000 Euro investiert werden müssten. Abhilfe schafft in dieser Hinsicht jedoch eine besondere Eigenschaft des Forexhandels, die wir nun vorstellen.

Wenn Sie bereits Aktien online kaufen & handeln, sind Ihnen Hebel wahrscheinlich kein Fremdwort. Hebel sorgen dafür, dass Sie nur einen Bruchteil des eigentlichen Positionswertes hinterlegen müssen, um diesen zu handeln. Der hierfür notwenige Betrag wird auch als „Margin“ bezeichnet.

Die Margin stellt den Kehrwert des Hebels dar. Bei einem Hebel von 1:10 müsste der Anleger beispielsweise 10% des Kontraktwertes als Margin hinterlegen. Beim Devisenhandel sind Marginsätze von 1% nicht unüblich, so dass in unserem Beispiel nur 1.000 Euro aufgewendet werden müssten.

Schon gewusst?

Im Rahmen der Carry Trade Strategie können Sie Hebel einsetzen und bereits mit einem verhältnismäßig geringen Kapital hohe Positionen handeln. Auch nextmarkets gibt Ihnen diese Möglichkeit im Rahmen des Handels mit Differenzkontrakten. Bei uns können Sie in Aktien, Indizes, Kryptowährungen (s. auch Crypto Trading) und andere Basiswerte über CFDs investieren und so von deren Eigenschaften profitieren.

  • Handel bei nextmarkets findet in Form von CFDs statt (Was sind CFDs?)
  • Wie beim Carrytrading können hierbei Hebel zum Einsatz kommen
  • Mögliche Basiswerte: Aktien, Indizes, Forex, Kryptowährungen und Anleihen
Was ist ein Broker

Wann erhalten FX-Trader eine Zinszahlung?

Wenn Sie Aktien oder andere Wertpapiere (Was sind Wertpapiere?) handeln, werden Sie wissen, dass er verschiedene Handelsansätze gibt. Einige Anleger investieren ihr Geld mit einem langfristigen Anlagehorizont, andere nutzen durch Scalping oder Daytrading kurzfristige Kursbewegungen innerhalb eines Tages aus. Um im Rahmen der Carry Trade Strategie nicht nur von Wechselkursänderungen, sondern auch von Zinsunterschieden profitieren zu können, können Scalping- oder Daytrading-Techniken nicht eingesetzt werden. Beim Daytrading werden Positionen noch am selben Tag geschlossen, beim Scalping sogar innerhalb noch kürzerer Zeiträume.

Zu diesem Thema sind vertiefende Informationen verfügbar:

Ein Carry Trade muss also mindestens über einen Zeitraum von zwei Tagen bestehen, um Zinsgewinne zu ermöglichen. Zinsen werden täglich nur für Overnight-Positionen berechnet – also solche, die „über Nacht“ gehalten werden. Je länger die Position besteht, desto höhere Zinsgewinne sind potenziell möglich.

Daytrading

Die Vorteile der Carry Trade Strategie

Ob spezielle Online Broker Strategien zu einem Anleger passen, hängt meist von vielen Faktoren ab. So sollten Sie sich beispielsweise für den Forexhandel interessieren, wenn Sie die Strategie des Carrytradings anwenden müssen. Für andere Instrumente – etwa Aktien – eignet sich diese Vorgehensweise nicht. Damit Sie erkennen können, ob der Carry Trade Handelsansatz für Sie geeignet ist, bieten wir nachfolgend einen Überblick über die Vor- und Nachteile. Die Vorteile können folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • große Auswahl handelbarer Basiswerte
  • Gewinn kann sowohl über den Wechselkurs als auch Zinsen erzielt werden
  • Möglichkeit zur langfristigen Geldanlage

Gerade der letzte Punkt, die Möglichkeit zur langfristigen Geldanlage, dürfte die Strategie für alle interessant machen, die nicht täglich aktiv sein können oder wollen. Ein erfolgreiches Umsetzen der Strategie setzt jedoch voraus, dass Sie die Währungen beobachten und die Position bei Anzeichen einer Krise oder Korrektur wieder schließen.

Was sind die Nachteile der Carry Trade Strategie?

Die Carry Trade Strategie besitzt jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Diese sollten Sie vor einem Handel unbedingt berücksichtigen. So kann die Strategie beispielsweise nur in Zeiten einer stabilen oder wachsenden Wirtschaft eingesetzt werden. Durch eine Krise oder größere Korrektur könnte es ansonsten dazu kommen, dass sich die Zinssätze unvorteilhaft entwickeln.

Hierzu gibt es einige Beispiele aus der Geschichte. So wurden die Gewinne von Carrytradern, die sich den Yen geliehen und beispielsweise in US-Dollar investiert haben, im Zuge der weltweiten Finanzkrise ab 2007 innerhalb weniger Tage vernichtet. Auch der russische Rubel erscheint aufgrund des verhältnismäßig hohen Leitzinssatzes attraktiv. Politische Unwägbarkeiten, wie beispielsweise US-Sanktionen, beherbergen jedoch auch Gefahren für Anleger.

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Carry Trades auf dem Demokonto risikofrei testen

Auf die gleiche Art, wie Aktienhändler ein Aktien Demokonto nutzen können, um risikofrei Trades durchzuführen, können Sie dies auch als Forextrader. Mittlerweile gehört ein kostenloses Demokonto zur Ausstattung der meisten Forex-Broker. Oftmals kann dieses sogar unabhängig von Echtgeldkonto erstellt und geführt werden.

Das passende Demokonto finden Sie beispielsweise über einen Musterdepot Vergleich. Die Angebote der einzelnen Broker unterscheiden sich in der Regel hinsichtlich einiger Eigenschaften, so zum Beispiel des zur Verfügung gestellten Kapitals oder der Länge der Nutzungsdauer. Sowohl als Anfänger als auch als Profi sollten Sie das Demokonto-Angebot des Brokers nicht ungenutzt lassen. Sie können auf diesem beispielsweise die Carry Trade Strategie testen, ohne dabei dazu eigenes Kapital riskieren zu müssen.

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Fazit: Carrytrades für fortgeschrittene Anleger geeignet

Zum Abschluss dieses Ratgebers ziehen wir ein Fazit und legen dar, für welche Trader sich die Carry Trade Strategie am besten eignet. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, die Strategie auch als Anfänger anzuwenden. In diesem Fall lautet unsere Empfehlung allerdings dahingehend, dass Sie erste Erfahrungen zunächst auf einem kostenlosen Demokonto sammeln sollten. Dort ist ihr Kapital nicht in Gefahr.

Für fortgeschrittene Trader und Profis bietet die Strategie darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten. Auf dem Devisenmarkt ist die Auswahl handelbarer Basiswerte riesig, da sich grundsätzlich jede Währung für die Umsetzung eines Carry Trades eignet. Anleger können daher selbst entscheiden, ob sie solide Währungen aus politisch stabilen Ländern wählen und im Austausch für ein geringes Währungsrisiko niedrigere Zinsgewinne akzeptieren – oder den umgekehrten Weg wählen.

Quellen:

  1. Wirtschaftliche Erholung – Investoren greifen bei europäischen Währungen zu. In: Handelsblatt. Online abrufbar unter: handelsblatt.com, Abgerufen am 02.02.2019.
  2. Natasha Doff und Marton Eder: Carry Trade Defined, or Why Interest Rates Matter: QuickTake Q&A. Bloomberg. Online abrufbar unter: bloomberg.com, Abgerufen am 02.02.2019.
  3. Europäische Zentralbank: Leitzins im Euroraum bleibt bei null Prozent. In: Zeit Online. Online abrufbar unter: zeit.de, Abgerufen am 01.02.2019.
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