Martingale Strategie erklärt - jetzt auf nextmarkets traden

Zuletzt aktualisiert: 20.05.2020
Rüdiger Maaß
Autor:
Rüdiger Maaß
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
21 Jahre

Sie möchten Devisen handeln und haben bereits die passende Forex Trading Software gefunden? In diesem Fall empfehlen wir, sich mit verschiedenen Strategien für den Forexhandel auseinanderzusetzen. Denn nur mit einer guten Strategie in Verbindung mit sinnvollem Risiko- und Moneymanagement haben Sie die Chance, dauerhaft Erfolg zu haben.

Früher oder später werden Sie sicher auf das Martingale Tradingsystem stoßen, welches prinzipiell auf jeder Forex App genutzt werden kann. In diesem nextmarkets Ratgeber bieten wir eine ausführliche Martingale Definition und zeigen alle Vor- und Nachteile.

Eine kurze Martingale Definition

Wenn Sie sich mit Online Broker Strategien beschäftigen, haben Sie möglicherweise bereits vom Martingale Trading gehört. Mit diesem Tradingansatz wollen wir uns im Rahmen dieses Ratgebers intensiv beschäftigen. Wir zeigen, wie Sie die Strategie beim Handel mit verschiedenen Instrumenten einsetzen können und erklären Ihnen die Vor- und Nachteile.

Zunächst stellen wir im nextmarkets Ratgeber Martingale (Singular: Martingal) jedoch in einem Kurzporträt vor. Martingal ist zwar auch ein Hilfszügel im Reitsport, für unseren Online Broker Ratgeber ist diese Definition jedoch nicht relevant. Unsere Definition bezieht sich auf einen stochastischen Prozess in der Wahrscheinlichkeitstheorie. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er im Mittel fair ist. Aus diesem Grund entstehen Martingale zwangsläufig bei der Modellierung fairer Glücksspiele.

Dieser stochastische Begriff wurde durch den französischen Mathematiker Paul Lévy in die Mathematik eingeführt. Zuvor wurde der Ausdruck „Martingale“ bereits für ein bekanntes Spielsystem im Roulette genutzt. Sowohl der Name für dieses System, welcher später auch in die mathematische Literatur Einzug fand, als auch der Name des zuvor erwähnten Hilfszügels leiten sich von der französischen Stadt Martigues am Rande der Camargue ab.

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So funktioniert die Martingale Strategie

Die Martingale ist keineswegs ein System, welches erst in den vergangenen Jahren von Anlegern entwickelt wurde. Im Gegenteil. Bereits im 18. Jahrhundert war die Strategie bekannt und bei verschiedenen Glücksspielen populär. Voraussetzung zur Anwendung der Martingale Strategie ist, dass der Spieler auf eines von zwei Ereignissen setzen kann, welches anschließend entweder zu einem Gewinn oder Verlust führt.

Aus diesem Grund wird das Roulette-Spiel gerne als Beispiel für diese Trading Strategie angeführt. Bei diesem können Spieler beispielsweise auf die Farbe Rot setzen und einen Gewinn erzielen, wenn die Kugel auf einer roten Zahl liegen bleibt. Auf einer schwarzen Zahl würden sie hingegen einen Verlust verzeichnen.

Die Martingale Glücksspielstrategie sieht nun vor, dass der Anfangseinsatz nach jedem verlorenen Spiel verdoppelt wird. Nach einem gewonnenen wird er hingegen wieder auf den Anfangswert zurückgesetzt. Startet der Spieler also mit 1€ Einsatz, so muss er im zweiten Spiel 2€ setzen, im dritten 4€ und so weiter. Der Gewinn entspricht dabei stets dem anfänglichen Einsatz. Würde der Spieler etwa nach dem vierten Spiel einen Gewinn erzielen, so hätte er für die ersten drei Runden 1€ + 2€ + 4€ = 7€ investiert. Dem gegenüber steht der Gewinn von 8€ aus der vierten Runde.

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Ist Martingale Trading an der Börse möglich?

Auf den ersten Blick klingt dies nach einer sicheren Vorgehensweise. Schließlich liegt die Erwartung nahe, dass früher oder später ein Gewinn alle vorherigen Verluste ausgleicht und der Spieler so ein Plus erzielt. Es verwundert daher kaum, dass sich auch an der Börse einige Strategien verbreitet haben, die auf martingalen Systemen beruhen.

Die Vorgehensweise aus dem Glücksspiel lässt sich jedoch nicht eins zu eins auf den Handel mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten übertragen. Schließlich gibt es hier in der Regel mehr als zwei Szenarien, die nach einer Investition eintreten können.

Aus diesem Grund müssen Anleger, wenn sie anhand der Martingale Handelsstrategie agieren wollen, zusätzliche Tradingwerkzeuge nutzen. Gemeint sind hierbei die beiden Orderarten Stop Loss und Take Profit. Wie diese sinnvoll eingesetzt werden können, erklären wir nachfolgend im nextmarkets Ratgeber.

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Martingale mit Stop Loss und Take Profit nutzen

Eine Möglichkeit, die Strategie aus dem Glücksspiel in das Trading zu übertragen, besteht durch die beiden Orderarten Stop Loss und Take Profit. Denn diese schließen automatisch eine Position, sobald eines von zwei Ereignissen eintrifft. Je nachdem, auf welchen Ausgang der Trader gewettet hat, erzielt er entweder einen Gewinn oder einen Verlust.

Nachfolgend ein Beispiel, welches die Martingale Tradingstrategie in Verbindung mit den beiden Orderarten näher erklärt. Der Trader muss hierzu eine Position in einem beliebigen Basiswert eröffnen. Falls er sich für eine Long Position entscheidet, erwartet er einen steigenden Kurs. Eine Long Position würde er in der Erwartung fallender Kurse wählen.

Diese Position wird nun um die Orderarten Take Profit und Stopp Loss erweitert. Bei einer Long Position führt ein Take Profit anschließend dazu, dass die Position automatisch mit Gewinn geschlossen wird. Der Stop Loss führt zur automatischen Schließung mit Verlust. Bei einer Short Position verhält es sich exakt umgekehrt.

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Wie sicher ist das Martingale System?

Wenn Sie den Aktienhandel lernen, werden Sie früher oder später wahrscheinlich nach Möglichkeiten suchen, möglichst risikofrei Geld anzulegen und dabei Gewinne zu erzielen. Auf den ersten Blick bietet das Martingale System hierzu die ideale Möglichkeit. Schließlich muss nur lange genug investiert werden, bevor ein einziger großer Gewinn alle vorherigen kleineren Verluste egalisiert. Mehr noch: der Trader würde in diese Fall sogar einen Gewinn erzielen, der seinem anfänglichen Einsatz entspricht.

Doch warum legt nicht jeder Trader anhand der Martingale an, wenn die Strategie als sicher gilt? Der Grund ist ein ganz einfacher. Diese Tradingform gilt ganz und gar nicht als sicher, da es keine Garantie auf einen Gewinn gibt. In der Praxis ist es durchaus möglich, dass mehrere Trades hintereinander in einem Verlust enden. Schneller als geplant kann dadurch das gesamte Kapital des Traders aufgebraucht sein, der damit einen Totalverlust erleidet.

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Ist das Martingale System verboten?

Was ist Trading? Wenn Sie sich mit dieser Frage beschäftigen und dabei verschiedene Strategien kennenlernen, werden Sie wahrscheinlich auf die Aussage stoßen, dass das Martingale System verboten ist. Doch welcher Wahrheitsgehalt steckt hinter dieser Aussage? Dies möchten wir nun untersuchen.

Tatsächlich ist es so, dass Martingale-Spieler in einem Casino gern gesehene Gäste sind. Gerade beim Roulettespiel auf eine der beiden Farben ist das Risiko zu verlieren stets höher als die Chance zu gewinnen. Dies ist durch die grüne „0“ bedingt, wodurch Spieler nur auf 18 der 37 Felder gewinnen können. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn beträgt also nur 48,65%. Dem gegenüber steht das Verlustrisiko von 51,35%.

Spieler dürfen also nicht erwarten, mit Martingale garantiert Geld zu verdienen. Selbst wenn der Ersteinsatz nur 1€ beträgt, müssten sie nach dem zehnten verlorenen Spiel bereits 1.024€ einsetzen, um einen Gewinn erzielen zu können. In der Regel haben Spieler aber entweder nicht das Kapital oder die Durchhaltekraft, auch nach dem x-ten Verlust den Einsatz nochmals zu verdoppeln.

Einsatz über Martingale Rechner bestimmen

Grundsätzlich sollte es sowohl für Casinospieler als auch für Trader an der Börse (Was sind Wertpapiere?) kein Problem darstellen, den jeweils nächsten Einsatz zu berechnen. Die Vorgehensweise ist im Vergleich zu vielen anderen Strategien mehr als simpel und folgt diesem Muster:

  • im Verlustfall wird der nächste Einsatz verdoppelt
  • im Gewinnfall wird der Einsatz auf den Anfangswert zurückgesetzt

Durch einfaches Verdoppeln des zuvor gesetzten Betrags erhalten Sie somit stets den Betrag, den Sie als nächstes einsetzen müssen. Einige Martingale Rechner sind zusätzlich kostenlos im Internet zu finden. Sie berücksichtigen beispielsweise Parameter wie die Kontogröße oder das Chance-Risiko-Verhältnis.

Ein solcher Rechner kann außerdem genutzt werden, um die Martingale zunächst risikolos kennenzulernen. Sie können damit leicht nachvollziehen, wie viele Verlusttrades mit ihrem Kapital maximal möglich sind. Sicher werden Sie feststellen, dass durch die Verdopplung des Einsatzes bereits nach wenigen Runden ein verhältnismäßig hoher Wert erreicht wird.

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Setzlimits verhindern die Martingale Strategie

Wenn Roulettespieler zu einem Ausstieg gezwungen sind, bevor sie mit Martingale einen Gewinn erzielen konnten, bedeutet deren Verlust einen Gewinn für das Casino. Sie werden demnach kaum eine Spielhalle finden, in der die Strategie grundsätzlich verboten ist. Allerdings sichern sich die Betreiber mittlerweile ihrerseits gegen Verluste ab, die durch Martingale hervorgerufen werden.

So hat diese Glücksspielstrategie etwa zu Setzlimits in den Casinos geführt. Wenn Spieler beispielsweise maximal 1.000€ an einem Tisch setzen können, ist das Anwenden der Martingale de facto unmöglich. Falls sie es dennoch versuchen – beispielsweise in der Annahme, ohnehin stets früher einen Gewinn zu erzielen – dürfte dies nicht selten zu erheblichen Verlusten führen.

Einsatz der Martingale Strategie beim Trading

Bis hierhin wurde der Einsatz der Martingale weitestgehend theoretisch beschrieben. Als Anschauungsbeispiel diente uns dabei das Roulettespiel im Casino. Hier wird die Martingale bereits seit Jahrhunderten genutzt, gelangt gerade in Spielhallen mit Setzlimits jedoch an ihre Grenzen. Da diese Glücksspielstrategie jedoch auch beim Trading eingesetzt werden kann, zeigen wir nun, wie dies möglich ist.

Im Grunde kann nahezu jeder Basiswert über die Martingale Handelsstrategie getradet werden. Verbreitung findet diese jedoch hauptsächlich im Forextrading. Was ist Forex? Dies ist die Bezeichnung für den Handel mit Währungspaaren. Die Anwendung der Strategie ist dabei nicht von bestimmten Währungspaaren oder Zeitfenster abhängig.

Die Vorgehensweise beim Trading dürfte bekannt sein. Der Trader wählt eine beliebige Positionsgröße und platziert eine Order mit Stop Loss und Take Profit im gleichen Abstand. Falls Take Profit ausgelöst wird, erzielt er einen Gewinn und platziert eine neue Order mit der anfänglichen Positionsgröße. Wird stattdessen Stop Loss ausgelöst, wird dieser Schritt mit doppeltem Einsatz wiederholt.

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Ein Beispiel für die Martingale Strategie

Auf der Suche nach Forex Strategien werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf das Trading nach Martingale treffen. Daher möchten wir an nachfolgendem Beispiel erklären, wie sich das Tradingsystem auswirken kann. Folgende Einstellungen gelten:

  • Kapital: 5.000 Euro
  • gehandeltes Währungspaar: EUR/USD
  • Positionsgröße: 0,01 Lot
  • Stop Loss: 20 Pips
  • Take Profit 20 Pips

Ein Guthaben von 5.000 Euro ist für Devisenhändler keineswegs ungewöhnlich. Sie sollten jedoch nie den Gesamtbetrag in einen einzigen Trade investieren, um die Risiken eines Totalverlustes zu minimieren. Unser Beispiel zeigt daher nicht nur die Chancen, die das Martingale System bietet – sondern auch die damit verbundenen Risiken.

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Guthaben nach 11 Verlusten aufgebraucht

Trading lernen – hierzu gehört, hin und wieder Verluste zu verkraften. Anfänger sollten sich hiervon nicht entmutigen lassen, sondern aus jedem Verlust ihre Lehren ziehen. Auch bei Anwendung der Martingale kann es zu Verlusten kommen. Im Vergleich zu anderen Online Broker Strategien kann sich eine Verlustserie bei diesem Handelsansatz jedoch empfindlich auf das Guthaben des Traders auswirken.

Um dies zu verdeutlichen, führen wir unser Beispiel nun fort. Die anfängliche Positionsgröße beträgt 1 Lot, Stop Loss und Take Profit werden jeweils bei 20 Pips platziert. Ob Sie dabei Long oder Short gehen, spielt für die Martingale grundsätzlich keine Rolle.

Im Verlustfall beträgt der Kontostand nach dem ersten Trade 4.998 Euro. Als nächstes wird die Positionsgröße auf 0,02 Lot verdoppelt, was ebenfalls zu einer Verdopplung des möglichen Gewinns oder Verlustes führt. Mit dieser Vorgehensweise wären nach elf fehlgeschlagenen Trades bereits 4.095 Euro der anfänglichen 5.000 Euro verloren.

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Nachteile der Martingale Strategie

Zum Abschluss des Ratgebers über die Martingale Handelsstrategie möchten wir die Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweise beim Forexhandel oder dem Aktien online kaufen & handeln nochmals zusammenfassen. So erkennen Sie auf einen Blick die Chancen und Risiken, die Strategie bietet.

Die Martingale Nachteile zusammengefasst:

  • sehr geringes Chance Risiko Verhältnis
  • kaum in der Praxis anwendbar
  • setzt hohes Startkapital voraus

Unser vorheriges Beispiel zeigt, dass selbst bei einem Startkapital von 5.000 Euro lediglich elf Verluste notwendig sind, damit der Trader anschließend keinen weiteren Trade platzieren kann. Eine solche Verlustserie ist jedoch keinesfalls eine Seltenheit. Daraus leitet sich ebenfalls das geringe Chance-Risiko-Verhältnis ab. Bereits bei dem elften Trade müssten Anleger 2.048 Euro setzen, um einen Gewinn von 2 Euro zu erzielen.

Gibt es Vorteile der Martingale Strategie?

Aufgrund der erwähnten Nachteile sollten Anleger davon absehen, Martingale Trading in der Praxis umzusetzen. Bereits wenige Verlusttrades führen dazu, dass der Einsatz im Vergleich zum möglichen Gewinn eine unverhältnismäßig hohe Summe erfordert. Trotz dieser Risiken versuchen Anleger jedoch immer wieder, die Martingale zu ihrem Vorteil zu nutzen. Warum dies so ist, zeigt der vermutlich einzige Vorteil der Strategie: in der Theorie ist es ein sehr sicheres Handelssystem.

Grundsätzlich ist nur ein einziger Gewinn erforderlich, um alle vorherigen Verluste auszugleichen. Wenn Anleger also über unendliches Kapital verfügten, könnten sie so lange neue Positionen eröffnen, bis sie einen Gewinn erzielen. Da dies in der Praxis jedoch nicht der Fall ist, sollten Sie diese Strategie beim Handel mit Aktien (Wie funktioniert der Aktienhandel?) oder Devisen (Was sind Devisen?) nicht umsetzen.

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Martingale als Cost Averaging Strategie

Vernünftiges Risiko- und Management beruht auf der Aussage, Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen. Entgegen dieses Grundsatzes könnte das Martingale System jedoch auch im Rahmen einer Cost Averaging Strategie eingesetzt werden. Diese Vorgehensweise sollten Sie jedoch unbedingt auf einem Aktien Demokonto testen, bevor sie in der Praxis angewandt wird.

Bei dieser Strategie kommt es bei einem Erreichen des Stop Loss nicht zu einer Schließung der Position. Stattdessen wird der Basiswert zu einem nun günstigeren Kurs nachgekauft. Die Positionsgröße wird dabei wie bisher verdoppelt. Dies lässt sich beliebig oft wiederholen.

Diese Vorgehensweise nennt sich „Averaging down“, da durch die doppelte Positionsgröße der Break Even – also der Punkt, an dem Verluste eingeholt werden – halbiert wird. Wird an diesem Punkt nach einem neuerlichen Kursanstieg verkauft, werden alle vorherigen Verluste wieder ausgeglichen.

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Fazit: Martingale keine empfehlenswerte Strategie

Die Vor- und Nachteile der Martingale wurden im Rahmen dieses Ratgebers offengelegt. Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es sich hierbei um keine empfehlenswerte Strategie handelt – es sei denn, sie haben unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung. Ansonsten wird die Martingale mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später ihr gesamtes Handelskapital aufbrauchen. Beachten Sie bitte stets, dass Sie bereits nach wenigen Verlusttrades ein Hundertfaches des zu erwartenden Gewinns einsetzen müssen.

Dennoch wird die Handelsstrategie sogar von Börsenexperten empfohlen. Sie berufen sich auf die theoretische Sicherheit des Systems und darauf, dass eine Verlustserie von zehn oder mehr Trades sehr unwahrscheinlich ist. So sollte sich früher oder später also immer ein Gewinn einstellen.

In der Praxis sind solche Serien jedoch keineswegs unüblich. Um dies nachvollziehen zu können, empfehlen wir Ihnen, die Strategie auf einem nextmarkets CFD Trading Demokonto zu testen. Möglicherweise erzielen Sie in der Anfangszeit sogar Gewinne mit dieser Strategie, doch nach einiger Zeit wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Verlustserie folgen, die ihr Handelskapital aufbraucht.

Quellen:

1. Wolfgang König: Stochastische Prozesse II: Martingale und Brownsche Bewegung. Mathematisches Institut der Universität Leipzig. Online abrufbar unter: math.uni-leipzig.de, Abgerufen am 01.02.2019.

2. Steffen Dereich: Vorlesungsskript Martingale. Fachbereich Mathematik und Informatik der Philipps-Universität Marburg. Online abrufbar unter: mathematik.uni-marburg.de, Abgerufen am 02.02.2019.

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