Was bedeutet die Richtlinie MiFID II? - nextmarkets Wissen

Zuletzt aktualisiert: 19.09.2019
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Autor:
André Stagge
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 10 Jahre

Seit dem 3. Januar 2018 sind Finanzdienstleister in allen europäischen Ländern verpflichtet, die Vorgaben der am 2. Juli 2014 in Kraft getretenen MiFID II Richtlinie umzusetzen. Das Kürzel, entstanden aus der englischen Bezeichnung „Markets in Financial Instruments Directive“, schließt das Regelwerk der MiFIR („Markets in Financial Instruments Regulation“) ein.

Das Anliegen: die Mängel des europäischen Finanzmarktes, deutlich zu Tage getreten während der Finanzkrise, sollen behandelt werden. Angestrebt wird mehr Transparenz, für Anleger oder Trader bringt die MiFID II größere Sicherheit.

MiFID II und die Vorgeschichte

Schon vor der Finanzkrise wurde die MiFID I Richtlinie verabschiedet – sie sollte als Regelwerk für den Handel mit Finanzprodukten dienen. Die Krise machte jedoch Schwächen in der Struktur der Finanzmärkte sichtbar und zeigte den Bedarf für umfassendere Regulierung auf.

Neben den unmittelbaren Auswirkungen der Finanzkrise führte der Einzug neuer, oft disruptiver Technologien in der Welt der Finanzen und der Wunsch nach verbessertem Anlegerschutz dazu, die erste Richtlinie zu überarbeiten und zu erweitern.

Seit Januar 2018 ist die Einhaltung der MiFID II also verbindlich. Zuvor hatten die Einzelstaaten der EU Zeit, ihre Inhalte in der nationalen Gesetzgebung umzusetzen.

In Deutschland flossen die Änderungen und Neuheiten besonders in das „zweite Finanzmarktnovellierungsgesetz“ ein, mit  Auswirkungen auf das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das Börsengesetz (BörsG) und das Kreditwesengesetz (KWG).

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MiFID II Richtlinie: was ist neu?

Für Banken und Finanzdienstleister ändert sich durch die sukzessive Einführung der MiFID I und der MiFID IIeiniges. Um den Anbietern die Umstellung zu erleichtern, informiert die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA regelmäßig zu den Neuerungen und veröffentlicht Leitlinien mit praktischen Anleitungen. Neues kommt auf Banken und andere Anbieter vor allem in drei Bereichen zu:

  • Der Anlegerschutz beim kundenbezogenen Wertpapiergeschäft soll verbessert werden.
  • Handels- und Derivategeschäfte und deren Infrastruktur unterliegen stärkerer Regulierung.
  • Best Practices und Product Governance für Finanzprodukte werden verbindlich.
  • Überdies werden dem Gesetzgeber umfassendere Möglichkeiten für Sanktionen an die Hand gegeben, um gegen Verstößen gegen die Auflagen der MiFID II
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MiFID II Umsetzung in der Praxis

Inzwischen jährt sich das Inkrafttreten der Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Die Anbieter tun sich mit der vollständigen Umsetzung nach Berichten der Finanzpresse nicht leicht. So unterliegt der Verkauf von Finanzprodukten einer weit strengeren Dokumentations- und Aufklärungspflicht. Für alle Finanzdienstleister bedeutet dies zunächst: mehr Information bereitstellen.

Wo Anlage- und Finanzberatung noch im direkten Kundengespräch stattfindet, führt dies zu erhöhtem Aufwand und längeren Beratungszeiten. Überdies werden Gespräche und Erklärungen und auch deren Nachbereitung komplexer.

Das erfordert nicht nur mehr Zeit, sondern auch besseres und umfassenderes Hintergrundwissen der zuständigen Mitarbeiter. Auch Anbieter, die ihre Verkäufe nicht unbedingt im persönlichen Gespräch einleiten, wie etwa Online Broker, unterliegen den Anforderungen der MiFID II nach größerer Transparenz.

Sie müssen relevante Informationen zu den Produkten klar und übersichtlich darbieten und prominent und ausdrücklich auf Risiken hinweisen.

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Die Rolle der ESMA bei der Umsetzung der MiFID II

Für die europaweite Umsetzung und Einhaltung des regulatorischen Rahmens der MiFID II ist die europäische Wertpapier- und Marktaufsicht ESMA verantwortlich. Die Zentralstelle wurde in 2011 gegründet, mit der ausdrücklichen Absicht, für mehr Anlegerschutz, mehr Transparenz und Integrität der Märkte und damit auch für gesteigerte finanzielle Stabilität der Eurozone zu sorgen.

Die Zentralbehörde hat dabei die Aufsicht über nationale Finanzaufsichtsbehörden und kann diese koordinieren, um die Inhalte der zweiten Finanzmarktdirektive umzusetzen. Mit einer zentral gesteuerten, aber national differenzierten Umsetzung der Richtlinie soll eine Wiederholung der Finanzkrise von 2007/2008 vermieden und die Infrastruktur der Finanzmärkte gestärkt werden.

Zugleich sollen Verbraucher auf der rechtlichen Grundlage der MiFID II besser auf ihre Rechte und Pflichten hingewiesen und mit umfassenderen Informationen über Finanzprodukte versorgt werden.

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MiFID II – Auswirkungen für die Banken

Für Finanzdienstleister wie Broker (Was ist Broker) und Banken sieht die Richtlinie erheblich verbesserte Aufklärung und Schutz der Kunden vor. Die europäische Wertpapieraufsicht nimmt Banken in die Pflicht, insbesondere bei der Wertschöpfungskette von Finanzprodukten.

Emittenten müssen im Zuge der Produktfreigabe strengere Auflagen an die Organisation und die eigenen Best Practices einhalten.

So sieht die MiFID IIvor, dass für ein Produkt ausdrücklich eine Zielgruppe spezifiziert werden muss, wobei ausdrücklich definiert wird, ob ein Finanzprodukt für private oder institutionelle Kunden konzipiert ist, welche Vorkenntnisse ein Kunde mitbringen muss und welche Risikotoleranz bzw. finanzielle Situation die Grundlage für den Erwerb oder den Handel mit dem jeweiligen Finanzinstrument darstellen.

Diese Vorgabe soll unter anderem bewirken, dass Kunden nicht Produkte angeboten bekommen, die für ihre Situation ungeeignet oder sogar gefährlich sind.

Dabei sind nicht nur die Entwickler der Emittenten durch die sogenannte Product Governance stärker verpflichtet, auch die Verteiler müssen sich an die neuen Spielregeln halten. Dafür sorgen neue Produktüberwachungsvorkehrungen.

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MiFID II: Interessenkonflikte vermeiden

Ein weiteres Anliegen des Gesetzgebers, dass mit der zweiten Finanzmarktdirektive angegangen wird, ist die Aufdeckung bzw. Vermeidung von Interessenkonflikten. Finanzdienstleister müssen selbst dazu beitragen, mögliche Interessenkonflikte zu identifizieren und angemessene Maßnahmen zu treffen, um diese zu vermeiden.

Damit sollen für den Fall, dass die Interessen von Anleger und Bank kollidieren, die Rechte der Kunden geschützt werden. Zu diesem Zweck wurden die Artikel 16(3) und 24(2) der MiFID IInochmals ergänzt durch Leitlinien der europäischen Wertpapieraufsicht (ESMA35-43-620).

Wie man der Leitlinie entnehmen kann, gehören zu den Finanzinstrumenten, die von den Vorgaben der Product Governance betroffen sind, nicht nur Aktien und Anleihen, sondern auch strukturierte Finanzprodukte und Derivate (Was sind Derivate?).

Außerdem sind Best Practices bei allen Leistungen gefordert – auch dort, wo nicht beraten, sondern nur (und auf Wunsch des Kunden) ausgeführt wird.

MiFID II und die Governance Vorgaben

Fassen wir zusammen, was auf die Entwickler und Emittenten von Finanzprodukten unter der neuen Direktive zukommt. Mit Inkrafttreten der MiFID II müssen sie

  • einen Zielmarkt definieren und die Strategie für den Vertrieb des Produkts festlegen.
  • mögliche Ansätze für Interessenkonflikte identifizieren und beseitigen.
  • das neue Finanzprodukt unter Extrembedingungen und verschiedenen best- und worst case Szenarien nachweislich testen.

Und nicht nur das, sie müssen ihren Vertreibern alle Informationen zur Verfügung stellen, die diese ihrerseits benötigen, etwa um den Verkauf an die zuvor festgelegte Zielgruppe zu ermöglichen.

Überdies muss ein Finanzprodukt kontinuierlich daraufhin überwacht werden, ob es dem Zielmarkt gerecht wird, und eventuell an veränderte Anforderungen angepasst werden. Das bedeutet, dass sich ein Anbieter nicht auf einen kurzfristigen Verkaufserfolg eines Finanzinstrumentes ausruhen kann, sondern regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls nachbessern muss.

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Was ändert sich für Kunden und Trader durch die Richtlinie?

Welche Änderungen bemerken Anleger und Trader nun aufgrund der verbindlichen Einführung der MiFID II? Verpflichtend sind nunmehr Aufzeichnungen telefonischer Beratungsgespräche über Finanzprodukte, und zwar von Beginn des Gesprächs an.

Eine Änderung, die nicht allen Kunden gefällt, die für Finanzdienstleister aber nun ein Muss ist. Ebenfalls verbindlich ist eine schriftliche Erklärung des Beraters, dass und warum ein bestimmtes Finanzprodukt für den Kunden geeignet ist. Wie die deutsche BaFin erläutert, ist es mit dem Beratungsgespräch nicht getan. Statt dessen muss ein genauer Abgleich der Eigenschaften einer Anlage mit den Anforderungen des Kunden vorgenommen werden.

Besonders wichtig für Verbraucher ist die Anforderung, dass Banken, Fondsmanager oder Broker schon vor dem Zustandekommen einer Anlage dem Kunden genau aufrechnen, mit welchen Kosten ein Finanzangebot einhergeht – der sogenannte Ex-ante-Kostenausweis soll mit dem Missstand aufräumen, dass bis zum Inkrafttreten der Richtlinie in schöner Regelmäßigkeit (nämlich in ungefähr der Hälfte der Fälle) die tatsächlichen Kosten von dem ursprünglichen Angebot abwichen. Zu Lasten des Kunden natürlich.

MiFID II Richtlinie: eine Herausforderung für die Industrie

Die Aufklärung und Dokumentation werden für Finanzdienstleister einen erheblichen Mehraufwand mit sich bringen. Auch eine umfassendere Schulung der Mitarbeiter ist vermutlich notwendig, um künftig MiFID-konform zu arbeiten. Ebenso kommen mit den nunmehr verbindlichen Product Governance und Best Practices Auflagen mehr technischer und administrativer Einsatz und natürlich entsprechend höhere Kosten auf die Anbieter zu – egal, ob es sich um Emittenten oder Distributoren handelt.

Auch die Kunden müssen sich an die neuen Vorteile erst gewöhnen. Wie ein Feedback der ersten Monate nach der verbindlichen Implementierung der neuen Maßnahmen zeigt, verhalten sich viele Verbraucher angesichts der Aufzeichnung der Beratungsgespräche irritiert bis ablehnend.

Für die Finanzindustrie liegt in der Herausforderung allerdings auch eine Chance. Der eher konservative Sektor kann von der disruptiven Innovation durch FinTech Unternehmen profitieren und einen Teil der neuartigen Anforderungen mithilfe neuer Technologien bewältigen. Eine Möglichkeit, die angesichts der Umgestaltung der Arbeitswelt durch die digitale Transformation ohnehin hohe Bedeutung zukommt.

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MiFID II: mehr Power für Behörden

Auf das Gute im Menschen verlässt sich der Gesetzgeber bei der Implementierung der neuen Finanzmarktrichtlinie nicht. Kein Wunder, denn die aus der Finanzkrise gewonnenen Erkenntnisse haben das Vertrauen in den Sektor in hohem Maß erschüttert.

Deshalb werden europäische ebenso wie nationale Behörden durch die MiFID und MiFIR mit umfassenderen Befugnissen ausgestattet.

Die ESMA und die nationalen Körper wie die deutsche Finanzaufsicht BaFin können stärker und umfassender kontrollieren, sie können bei Nichteinhaltung der Vorgaben Sanktionen verhängen und Geldbußen verlangen, außerdem kann der Vertrieb einzelner Produkte vollständig verboten werden, sollte der Verbraucherschutz dies erforderlich machen.

Bislang ist der Handel mit Differenzkontrakten, Futures (s. „Futures handeln„) und Zertifikaten (auch Turbozertifikate) weiterhin erlaubt, der Optionshandel hingegen ist europaweit verboten. Auch hier wirkt die europäische Wertpapier- und Finanzmarktaufsicht als Koordinator, sie unterstützt die Behörden auf nationaler Ebene mit Standards und Leitlinien.

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Umfassendere Regulierung für weitaus mehr Produkte

Mit dem verbindlichen Inkrafttreten von MiFID II und dem Regelwerk MiFIR verschärfen sich auch die Vorschriften zur Transparenz der Märkte europaweit. Dabei werden nicht nur an der Börse, das heißt beim Handel mit Aktien (s. auch Aktienhandel lernen) und Anleihen, strengere Maßstäbe angelegt.

Durch die MiFID II werden weitere Finanzprodukte in die Auflagen einbezogen, auch der Warenterminhandel ist nunmehr betroffen. Damit werden von den Anforderungen nicht nur Aktien betroffen, sondern alle „aktienähnlichen“ Instrumente, auch Anleihen und Derivate, die außerbörslich gehandelt werden, und strukturierte Finanzprodukte.

Für den außerbörslichen Handel wird ein integriertes Berichtssystem verbindlich, das nicht nur die Qualität des Angebots verbessern, sondern auch den innereuropäischen Datenabgleich und die Datenerhebung erleichtern soll. Überdies sind Finanzdienstleister zur Weitergabe relevanter Daten an die zuständigen Behörden verpflichtet.

Auch im außerbörslichen Handel (s. außerbörslicher Handel) also zunächst mehr Aufwand, neue Technologien und höhere Kosten. Langfristig kommt die Implementierung dieser Maßnahmen jedoch der Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter zugute.

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MiFID II und die Börse: Einschränkungen für Dark Pools

Auch die Separées des Börsenhandels, die sogenannten Dark Pools, werden durch MiFID II in Zukunft eingeschränkt. Bei den Dark Pools handelt es sich tatsächlich um „Dunkelkammern“, in denen unter dem Siegel der Verschwiegenheit große Mengen an Wertpapieren gehandelt werden können, ohne dass außer dem Käufer und Verkäufer jemand über die Ordergröße und den Preis Bescheid weiß.

Die Deals unter der Hand nehmen nach Ansicht der Finanzaufsicht zu viel Volumen in Anspruch – das geht zu Lasten der Anleger und Retailkunden, die mit höheren Handelsgebühren Deshalb sollen künftig nur noch 8 % des Marktvolumens eines Titels in einem Dark Pool gehandelt werden können.

Welche Vorteile bietet die Umsetzung der MiFID II für Anleger?

Seriöse Banken und Broker hatten mehrere Jahre Zeit, sich auf die Umsetzung der Finanzmarktdirektive vorzubereiten – und haben dies auch getan. Wer bei einem der marktführenden Anbieter Kunde ist, hat längst gemerkt, dass sich vieles zum Positiven verändert hat. So werden Berichte insgesamt umfangreicher und wesentlich detaillierter – das betrifft das eigene Depotkonto und das Aktienportfolio ebenso wie Informationen zu den erwarteten Kosten neuer Anlagepläne. Dank der Richtlinie hat der Anleger eine gute Übersicht über Kosten, die auf ihn zukommen.

Über Finanzprodukte wird sehr übersichtlich informiert, und zwar mitsamt den damit einhergehenden Kosten und den möglichen Risiken. Die Anforderung, eine Zielgruppe für ein Finanzprodukt zu definieren, bewirkt, dass die Beschreibung einzelner Anlageoptionen vom enthusiastischen zum sachlichen Tonfall wechselt und dem Kunden so nicht mehr den Eindruck vermittelt, man könne schnell mit Aktien reich werden.

Für Rückfragen steht in der Regel ein kompetenter Kundendienst zur Verfügung, der im Einzelfall über das gewünschte Produkt gut und ausführlich informieren kann.

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Die Anbieter tun sich teils noch schwer

Die Auswirkungen, die die Richtlinie auf das Geschäft von Banken, Fondsgesellschaften und Brokern hat, waren bereits im Vorfeld abzusehen. Finanzdienstleister sind durch die MiFID II gehalten, ihr Kerngeschäft zu überdenken und ihre Strategien möglicherweise neu zu definieren.

Einige tun dies – oder werden es noch tun – indem sie Teile ihres Angebots auslagern und Spezialunternehmen damit betreuen. Alternativ ist die Aufgabe bestimmter Tätigkeitsfelder zugunsten anderer, bevorzugter Bereich eine Lösung. Auch auf technischem Gebiet müssen Banken und Broker sich besser aufstellen. Nicht nur die IT, sondern das dahinter stehende Gesamtkonzept müssen neu geplant und die Mitarbeiter während dieser Transformation mitgenommen werden.

Einige Anbieter haben bereits reagiert, indem sie für allgemeine Fragestellungen Chat Module auf der Basis künstlicher Intelligenz nutzen oder ihr Informationsangebot auf andere Weise weitgehend automatisieren. Andere strukturieren ihr Angebot um, reduzieren Finanzprodukte von Drittanbietern und konzentrieren sich auf die eigenen Leistungen und Produkte. Auch eine Überarbeitung der Preisstruktur ist in vielen Fällen notwendig.

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Ausblick: Es ist noch früh für ein Resümee

Wenige Monate nach dem Inkrafttreten der Richtlinie ging eine Zeitlang ein lautes Klagen durch die Finanzpresse. So konnte man nachlesen, dass die Probleme, die mit der Umsetzung der MiFID II ins Haus stünden, den Nutzen bei weitem überstiegen – aus der Sicht der Finanzdienstleister.

Der Zeit- und Kostenaufwand ist gewiss erheblich, dennoch ist die Richtlinie ein notwendiger Schritt hin zu mehr Transparenz und vor allem für einen verbesserten Schutz der Anleger. Das ist die folgerichtige Konsequenz aus den Erkenntnissen der Finanzkrise von 2007-2008, die die Schwachstellen der Märkte und die Gefahren für Anleger ins Rampenlicht gerückt hat.

Wenn die Mehrheit der Finanzdienstleister der Meinung ist, dass die Finanzindustrie sich unter dem Druck der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich verändern wird, erfüllt die Richtlinie ihren Zweck.

Sie fragen sich, wer für Sie als bester Aktien Broker infrage kommt? Seriöse Anbieter im Aktien-, Forex- und CFD- Handel (s. auch „Was ist CFDs“ und „Was ist Forex„) haben – meist deutlich erkennbar für ihre Kunden – die Auflagen zur Informations- und Beratungspflicht, die verbindlichen Risikohinweise und mitunter auch umfangreiche Bildungs- und Schulungsangebote wie ein Online Broker Demokonto längst umgesetzt und sich dadurch ihren Marktvorteil gesichert.

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