Was ist der regulierte Markt? Definition & Erklärung - nextmarkets Glossar

Zuletzt aktualisiert: 23.01.2020
Rüdiger Maaß
Autor:
Rüdiger Maaß
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
21 Jahre

Anleger, die Wertpapiere kaufen wollen, müssen sich auch mit der Frage „Was ist der regulierte Markt?“ beschäftigen. Hierbei handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Somit ist er ein EU-regulierter Markt. Die Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten unterliegen der gesetzlichen Regelung. Da sie auf europäisches Recht zurückgehen, entsprechen sie den EU-einheitlichen Anforderungen.

Sie sind vorwiegend im Wertpapierhandelsgesetz, im Börsengesetz, in der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse, in der Börsenzulassungsverordnung sowie im Wertpapierprospektgesetz normiert. Anders als der Open Market (Freiverkehr), welcher privatrechtlich geregelt wird, ist der Regulierte Markt ein öffentlich-rechtlicher Markt.

Was ist der regulierte Markt?

Um die Frage „Was ist der regulierte Markt“ zu beantworten, sollten Sie wissen, dass es in Europa zwei Zugänge zum Kapitalmarkt gibt:

Der Regulierte Markt ist gemäß Wertpapierhandelsgesetz ein organisierter Markt, also ein EU-regulierter Markt. Die Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten sind gesetzlich festgelegt und entsprechen den EU-einheitlichen Anforderungen.

Bei dem Open Market (Freiverkehr) handelt es sich nicht um einen organisierten Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, sondern um einen börsenregulierten Markt. Die Einbeziehungsvoraussetzungen und Folgepflichten für Wertpapiere im Freiverkehr werden in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Börse AG für den Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) geregelt.

An der FWB führt ein Börsengang im Regulierten Markt in den „General Standard“ oder den „Prime Standard“. Dabei handelt sich um einen Teilbereich des regulierten Marktes mit zusätzlichen Zulassungsfolgepflichten und höheren Transparenzanforderungen. Im Freiverkehr, den die Börse selbst reguliert, können die Wertpapiere von Unternehmen in das „Quotation Board“, „Basic Board“ oder „Scale“ einbezogen werden.

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Regulierter Markt Beispiel

Es gibt an der Deutschen Börse zwei Marktsegmente und Transparenzlevels mit unterschiedlichen Transparenzanforderungen. Was ist der regulierte Markt? Das klassische Marktsegment „Regulierter Markt“ ist durch das Gesetz reguliert. Der Freiverkehr, der seit Oktober 2005 an der Frankfurter Börse „Open Market“ heißt, wird dagegen von den Börsen selbst reguliert.

Über die Transparenzlevels werden die Anforderungen festgelegt, nach denen Unternehmen über ihre Tätigkeit und weitere kursrelevante Aspekte berichten müssen. Darüber hinaus entscheiden sie über die Indexzugehörigkeit. Ein Regulierter Markt Beispiel: Unternehmen müssen dem „Prime Standard“ angehören, um in den DAX, MDAX, SDAX oder TecDAX zu kommen und meistgesuchte Aktien zu werden.

An der Frankfurter Börse gab es seit dem 25. Oktober 2005 außerdem den „Entry Standard“. Dieser Teilbereich des Open Market stellte etwas höhere Anforderungen an die Unternehmen als der Open Market. Am 1. März 2017 wurde der „Entry Standard“ durch die KMU-Segmente „Basic Board“ und „Scale“ ersetzt.

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Unterschied Freiverkehr regulierter Markt

Was ist der regulierte Markt und was ist der Open Market (Freiverkehr)? Der Open Market ist ein börsenregulierter Markt und kein organisierter Markt gemäß WpHG. Es handelt sich um einen privatrechtlichen Markt. Allgemeine Geschäftsbedingungen der Deutschen Börse AG für den Freiverkehr an der FWB regeln die Einbeziehungsvoraussetzungen und Folgepflichten für Wertpapiere im Open Market.

Ein Zugang zum Open Market ist für Wertpapiere möglich, die nicht zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind. Was sind Wertpapiere? In den Open Market-Segmenten werden neben deutschen Aktien größtenteils ausländische Aktien, Anleihen ausländischer sowie deutscher Emittenten, Optionsscheine und Zertifikate gehandelt.

Unterschied Freiverkehr regulierter Markt zusammengefasst: Für Teilnehmer und Emittenten im Open Market gelten niedrigere Transparenzanforderungen als im Regulierten Markt. Damit ist der Open Market vor allem für mittlere und kleinere Unternehmen eine interessante Alternative.

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Was ist der regulierte Markt: Erklärung des Wertpapierhandelsgesetzes

In Bezug auf die Frage „Was ist der regulierte Markt“ sollten Anleger auch das Wertpapierhandelsgesetz kennen. Das Wertpapierhandelsgesetz (Gesetz über den Wertpapierhandel) reguliert in Deutschland den Handel mit Wertpapieren. Damit bildet das Gesetz auch die Basis für die Kontrolle von Unternehmen, die Wertpapiere handeln, und sorgt somit auch für die Sicherheit Ihrer Online Geldanlage.

Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang also der Schutz der Geldanleger und Bankkunden. Des Weiteren verpflichtet das Gesetz die Wertpapierdienstleistungsunternehmen zu einer anleger- und anlagegerechten Beratung und zur Einholung sowie Dokumentation von Kundenangaben zu dessen Anlagezielen, Vermögensverhältnissen, Erfahrungen und der Risikobereitschaft.

Das Wertpapierhandelsgesetz konkretisiert die Veröffentlichungspflichten der börsennotierten Aktiengesellschaften. Kommt es zu einer Verletzung der Pflichten, bestehen Schadensersatzansprüche. Die Unternehmen haften für unterlassene und falsche Kapitalmarktinformationen. Dazu gehören unter anderem Schadenersatz wegen Veröffentlichung falscher Insider-Informationen oder Schadenersatz wegen unterlassener sofortiger Veröffentlichung von Insider-Informationen.

Fakten-Check

Was ist der regulierte Markt? Der Regulierte Markt ist das am stärksten geregelte Marktsegment. Die Organisation des Handels, die Pflichten der Unternehmen und die Zulassung sind unter anderem im Börsengesetz geregelt.

  • Unternehmen müssen für die Zulassung zum Regulierten Markt mindestens drei Jahre bestehen und mindestens 10.000 Aktien emittieren.
  • Aktienunternehmen im Regulierten Markt haben die Pflicht, mindestens einen Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres neben dem Jahresabschluss zu veröffentlichen.
  • Sie unterliegen auch der Ad-hoc-Publizität, müssen also kursrelevante Informationen „sofort“ über Ad-hoc-Mitteilungen veröffentlichen.
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Regulierter organisierter Markt

Ein regulierter organisierter Markt ist ein nach der Definition des Paragraphen 2 V WpHG im Inland, in einem Mitgliedsstaat der EU oder einem sonstigen Vertragsstaat des Abkommens über den EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) verwaltetes oder betriebenes System. Dieses multilaterale System wird durch staatliche Stellen überwacht, geregelt und genehmigt und soll die Interessen von einer Vielzahl an Personen am Kauf und Verkauf von zugelassenen Finanzinstrumenten nach festgelegten Bestimmungen zusammenbringen. Letztlich soll es zu einem Vertrag über den Kauf dieser Finanzinstrumente führen. Die im BörsG verwendete Bezeichnung des „regulierten Marktes“ der Börse ist hiervon erfasst, mögliche Börsensegmente wie der „Freiverkehr“ dagegen nicht.

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Zulassungsvoraussetzungen regulierter Markt

Der Regulierte Markt beschreibt ein Zulassungssegment der Deutschen Börse. Er ist für Wertpapiere vorgesehen, die strikten Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten unterliegen. Den regulierten Markt gibt es seit dem 1. November 2007. Mit diesem Datum wurden auch die organisierten Segmente „Geregelter Markt“ und „Amtlicher Markt“ aufgehoben. Wertpapiere, die am geregelten Markt bis dahin zugelassen waren, wurden in den regulierten Markt übernommen.

Zulassungsvoraussetzungen regulierter Markt / Pflichten bei der Emission: Das Unternehmen muss mindestens drei Jahre aktiv sein. Das Unternehmenskapital muss sich auf mindestens 1,25 Millionen Euro belaufen. Die Aktiengesellschaft muss mindestens 10.000 Aktien ausgeben, der Streubesitzanteil beträgt mindestens 25 Prozent. Die Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanzen und die Kapitalflussrechnung für mindestens drei Jahre müssen im Zulassungsprospekt veröffentlicht sein.

Folgepflichten / Pflichten nach der Emission: Das Unternehmen muss einen Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres sowie den Jahresabschluss veröffentlichen. Weiterhin sind die Mitteilungspflicht und die Ad-hoc-Publizität laut § 15 WpHG geregelt.

Regulierter Markt Börse

Der Regulierte Markt ist öffentlich-rechtlich organisiert und ein gesetzlich geregeltes Börsensegment. Dementsprechend ist auch das Verfahren der Wertpapierzulassung zum Regulierten Markt ein öffentlich-rechtliches Verfahren. Die Zulassungsbedingungen sind durch das Börsengesetz, das Wertpapierprospektgesetz und die Börsenzulassungsverordnung geregelt.

Entstehung regulierter Markt Börse: Der Markt entstand im Jahr 2007 durch die Fusion von dem „Amtlichen Markt“ und dem „Geregelten Markt“. Die Zulassungsbedingungen ähneln den früheren Bedingungen zum Amtlichen Markt. Unternehmen, die ihr IPO am Regulierten Markt durchführen möchten, müssen die bereits genannten Kriterien erfüllen. Nach erfolgter Zulassung bestehen für die Emittenten Folgepflichten, die ebenfalls bereits genannt wurden.

Aktiengesellschaften, die an einem anderen regulierten Markt in Deutschland oder Europa bereits gelistet sind, können in den Regulierten Markt ohne Zulassungsverfahren einbezogen werden, sofern Melde- und Transparenzpflichten sowie Zulassungsvoraussetzungen bestehen, die sich mit denen im Regulierten Markt vergleichen lassen.

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Was ist das Börsengesetz (BörsG)?

Das Börsengesetz ist der Rechtsrahmen für die Tätigkeit und die Organisation der Börsen (ursprüngliche Fassung von 1896). In den Jahren 1975, 1986,1989 und 1994 erfolgten bedeutende Novellierungen des Börsengesetzes im Zusammenhang mit dem Gesetz über den Wertpapierhandel sowie zur Änderung wertpapierrechtlicher und börsenrechtlicher Vorschriften.

Größere Änderungen wurden durch das 4. Finanzmarktförderungsgesetz vom 26. Juni 2002 (BGBI. I 2010,2316) sowie die Umsetzung der MiFID II (EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) durch das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz vom 16. Juli 2007 (BGBI. I 1330) durchgeführt. Durch Artikel 2 dieses Gesetzes wurde das Börsengesetz konstitutiv neu gefasst. Unter anderem ist die vormalige Unterteilung in den geregelten Markt und den amtlichen Markt zugunsten des regulierten Marktes aufgegeben worden.

Hinweis: Bevor unerfahrene Anleger in den Aktienhandel einsteigen, sollten sie sich mit der Thematik auseinandersetzen und mehr über die Handel mit Aktien lernen.

Regulierter Markt und Freiverkehr

Das Börsenrecht beinhaltet zwei gesetzliche Handelssegmente: Regulierter Markt und Freiverkehr. Der Regulierte Markt ist, wie schon erwähnt, an die Stelle des geregelten und des amtlichen Marktes getreten und stellt an die Zulassung von Wertpapieren zum Wertpapierhandel an der Börse (Zulassungspflichten) sowie die Emittenten nach der Zulassung (Zulassungsfolgepflichten) die höchsten börsengesetzlichen Anforderungen. Der rechtliche Rahmen wird durch die Durchführungsverordnung zur Richtlinie MiFID 1287/2006/EG v. 10.08.2006 (ABl. L 241/1), die Vorschriften des Börsengesetzes, die Börsenzulassungsverordnung, das Wertpapierhandelsgesetz und das Wertpapierprospektgesetz gebildet. Der Regulierte Markt ist öffentlich-rechtlich ausgestaltet, im Gegensatz zum Freiverkehr.

Wertpapiere, die im Regulierten Markt an einer Börse gehandelt werden sollen, benötigen gemäß Paragraph 32, BörsG die Zulassung durch die Geschäftsführung der Börse. Sie ist durch den Emittenten und einen Emissionsbegleiter zu beantragen. Zulassungsvoraussetzung ist zum einen, dass die Anforderungen der BörsZulV sowie des Art. 35 Durchführungsverordnung erfüllt sind.

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Der regulierte Markt - Marktsegment für die stärksten Standardwerte

Anleger stellen sich verbunden mit der Frage Was sind Aktien? häufig als weitere Frage „Was ist der regulierte Markt?“. Eine einfache Definition lautet: Es handelt sich um einen organisierten Markt (gemäß WpHG) und ein Börsensegment einer deutschen Wertpapierbörse. Die Zulassungsvoraussetzungen richten sich nach dem Börsengesetz. Der Regulierte Markt ist dabei das Marktsegment für die größten Standardwerte. Es gelten die strengsten Publizitäts- und Zulassungsvorschriften. So hat der Antrag auf die Zulassung von Wertpapieren im Börsenhandel im regulierten Markt zahlreiche Daten über den Emittenten zu enthalten.

Darüber hinaus wird verlangt, dass die Unternehmen seit mindestens drei Jahren am Markt bestehen und das Eigenkapital des Unternehmens bzw. der voraussichtliche Kurswert der zuzulassenden Aktien mindestens 1,25 Millionen Euro beträgt. Über den Antrag auf Wertpapierzulassung zum Regulierten Markt entscheidet die Geschäftsführung als Organ der Börse nach Paragraph 32 BörsG. Für Anleger bedeuten die strengen Vorschriften eine hohe Sicherheit, wenn sie Wertpapiere in ihr Aktienportfolio aufnehmen.

Schon gewusst?

Was ist der regulierte Markt? Beim Regulierten Markt handelt es sich um ein gesetzlich reguliertes Börsensegment, das an den deutschen Wertpapierbörsen den größten Raum einnimmt. Im Gegensatz hierzu unterliegt der Open Market (Freiverkehr) nur den von den Börsen vorgegebenen Regeln.

  • Für Aktien gelten strenge Zulassungsvoraussetzungen zum Regulierten Markt.
  • Damit sollen hohe Qualitätsstandards gesetzt werden, auf die sich Anleger verlassen können, wenn sie Aktien kaufen.
  • Der „Prime Standard“ setzt auf dem Regulierten Markt auf, besitzt jedoch noch strengere Zulassungsvoraussetzungen und Veröffentlichungspflichten.
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Der regulierte Markt - Ein öffentlich-rechtlich organisierter Markt

Der Regulierte Markt ist ein öffentlich-rechtlich organisierter Markt. Das bedeutet, dass die geltenden Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten gesetzlich festgelegt sind und europäischem Recht entsprechen. Im Börsengesetz finden sich die maßgeblichen nationalen Vorschriften, sowie auch im Wertpapierhandelsgesetz, in dem Wertpapierprospektgesetz sowie in der Börsenzulassungsverordnung. Im Regulierten Markt wird zwischen den beiden Börsensegmenten „General Standard“ und „Prime Standard“ unterschieden.

Die Zulassungsvoraussetzungen des „General Standard“ basieren auf den gesetzlichen Voraussetzungen für den regulierten Markt. Es gibt bestimmte Größenvoraussetzungen und die Wertpapiere müssen sich über Clearstream International S.A. (Verwahrgesellschaft) liefern lassen. Darüber hinaus muss der Zulassungsantrag über einen Emissionsbegleiter gestellt werden. Von großer Wichtigkeit ist ferner ein gebilligter und gültiger Wertpapierprospekt. Zu den Zulassungsfolgepflichten im Segment „General Standard“ zählen Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßige Finanzberichte, Offenlegung von Directors‘ Dealings, Insiderlisten und Stimmrechtsmitteilungen.

Im Marktsegment „Prime Standard“ bestehen im Vergleich zum „General Standard“ deutlich erhöhte Anforderungen an die laufenden Berichts- und Informationspflichten.

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Börsenzulassungsverordnung (BörsZulV) und Wertpapierprospektgesetz (WpPG) kurz erklärt

Die Börsenzulassungsverordnung (BörsZulV) regelt Aspekte der Zulassung von Wertpapieren zum Regulierten Markt einer Wertpapierbörse. Die Verordnung normiert Anforderungen

  • an die Emittenten, die ordnungsgemäß gegründet worden sein und bei der Aktienemission mindestens drei Jahre als Unternehmen bestanden haben müssen und
  • an die Handelbarkeit der Wertpapiere sowie deren Stückelung und den Gesamtnennbetrag etc.

Paragraph 9 verlangt, dass sich mindestens 25 Prozent einer Aktienemission in Streubesitz befinden müssen. Die weiteren Voraussetzungen zur Börsenzulassung regeln die Börsenordnung, das Wertpapierprospektgesetz sowie das Börsengesetz.

Das Wertpapierprospektgesetz (WpPG) vereinheitlicht gemäß den europäischen Richtlinien das Regelwerk für Prospekte, welche für das öffentliche Angebot von Wertpapieren veröffentlicht werden sowie Prospekte im Zusammenhang mit der Zulassung zum regulierten bzw. organisierten Markt. Das Gesetz ist am 1. Juli 2005 in Kraft getreten und setzt in Deutschland die Prospektrichtlinie um.

Der regulierte Markt und der freie Markt im Sinne der Volkswirtschaft

Die Märkte im Sinne der Volkswirtschaft weisen unterschiedliche Charaktere auf. Es gibt diverse Unterscheidungskriterien, um Marktarten und Marktsituationen untergliedern zu können. Ein Kriterium ist der Umfang, in welchem ein Staat auf den Markt eingreift. Bekannt sind zwei verschiedene Ausformungen – regulierter Markt und freier Markt. Diese unterscheiden sich dahingehend, dass im letzteren Fall der Staat nicht eingreift (Markt reguliert sich selbst), im ersteren Fall steuert der Staat hingegen mit.

Was ist der regulierte Markt? Hierbei wird auch vom „gelenkten Markt“ gesprochen – also ein solcher, bei dem der Staat auch eingreift, um soziale Rahmenbedingungen sicherzustellen oder politische Ziele zu verwirklichen.

Was ist der freie Markt? Bei diesem Markt mischt sich der Staat nicht ein. Zwei bekannte Größen sind Angebot und Nachfrage, hieraus entsteht die Preisbildung. Beim freien Markt handelt es sich um das Modell der freien Marktwirtschaft. Die am Markt handelnden Unternehmen und Personen gestalten die Preise nach Marktsituation.

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Open Market - Freiverkehr

Kommen wir zuletzt noch einmal auf den Open Market (Freiverkehr) zu sprechen. Dieser ist nicht Teil der Börse, sondern wird privatrechtlich organisiert. Paragraph 48 BörsG ist rechtlicher Ausgangspunkt und gestattet den Börsen die Errichtung eines Freiverkehrs. Die übrigen rechtlichen Regelungen sind in den AGB der Börse zu finden. Anleger sollten sich die Frage „Wie funktionieren Aktien?“ beantworten können und wissen, dass der Markt im Freiverkehr weniger liquide ist, als im Regulierten Markt. Dass Wertpapiere dort gelistet sind, bedeutet nicht, dass diese börsentäglich zu marktgerechten Preisen ge- und verkauft werden können.

Die Voraussetzungen für die Teilnahme von Wertpapieren am Freihverkehr sind recht einfach: Die Aktien müssen über eine ISIN (internationale Wertpapierkennnummer) verfügen und frei handelbar sein. Ferner muss eine ordnungsgemäße Erfüllung der Geschäfte gewährleistet sein und dem Börsenhandel dürfen keine behördlichen Untersagungen oder Verbote entgegenstehen. Es gibt auch im Freiverkehr Börsensegmente (Frankfurter Börse): Basic Board, Quotation Board und Scale.

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Fazit: Was ist der regulierte Markt?

Was ist der regulierte Markt? Bei dem „Regulierten Markt“ handelt es sich um ein reguliertes Börsensegment, welches an den deutschen Wertpapier-Börsen den größten Anteil einnimmt. Der sogenannte Freiverkehr (Open Market) unterliegt im Gegensatz dazu nur den von der jeweiligen Wertpapierbörse vorgegebenen Regeln. Es gibt strenge Zulassungsvoraussetzungen für Aktien zum Regulierten Markt.

So muss ein Unternehmen seit mindestens drei Jahren aktiv sein und ein Eigenkapital von mindestens 1,25 Millionen Euro vorweisen. Die Unternehmen haben eine breite Veröffentlichungspflicht, wodurch hohe Qualitätsstandards gewährleistet werden sollen. Dies ist für Sie als Anleger besonders wichtig, damit Sie sicher Ihr Geld anlegen können. Im regulierten Markt gibt es als weitere Marktsegmente den „General Standard“ sowie den „Prime Standard“, welcher auf den Regulierten Markt aufsetzt, aber noch strengere Zulassungsvoraussetzungen und Veröffentlichungspflichten besitzt.

Ein Tipp zum Schluss: Handeln Sie mit der kostenlosen Aktien Software von nextmarkets CFDs auf Aktien und weitere Finanzinstrumente.

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