Was ist Arbitrage? Definition & Erklärung - nextmarkets Glossar

Zuletzt aktualisiert: 20.05.2020
Richard Dobetsberger
Autor:
Richard Dobetsberger
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 5 Jahre

Was ist Arbitrage? Die Arbitrage bzw. das Arbitragegeschäft beschreibt an der Börse das Ausnutzen von Preisunterschieden für ein Wirtschaftsgut an diversen Handelsplätzen. Anleihen und Aktien als klassische Wertpapiere dienen bei Arbitragegeschäften als Basiswerte. Im Bereich der Derivate eignen sich Futures aufgrund der hohen Volatilität für diese Handelsmethode sehr gut.

Der Arbitrage-Handel lohnt sich heutzutage nur noch in begrenztem Umfang, da die modernen Kommunikations- und Informationssysteme zu einer erhöhten Markttransparenz geführt haben. Damit sind die Gewinnmargen für die Geschäfte geringer als in der Vergangenheit. Das Devisen-Trading stellt im professionellen Handel den bedeutendsten Markt für Arbitragegeschäfte dar.

Was ist Arbitrage?

Arbitrage Bedeutung und Geschäftsmodell: Wer in einem Lehrbuch nachschlägt, findet auf die Frage „Was ist Arbitrage?“ als Antwort: Arbitrage ist das strategische Ausnutzen von Preisunterschieden. Aber was bedeutet das eigentlich? Arbitrage basiert auf der realistischen Situation, dass dasselbe Produkt auf zwei Märkten zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wird.

Dies lässt sich etwa am Beispiel von Kartoffeln beschreiben: Stellen Sie sich vor, Sie würden bei einem Händler Kartoffeln für 2,00 Euro pro Kilogramm einkaufen. Gleichzeitig kennen Sie einen Markt, auf dem Sie die Kartoffeln für 4,00 Euro pro Kilogramm wieder verkaufen können. Wenn Sie eine entsprechend große Menge an Kartoffeln (für 2,00 Euro) kaufen und diese (für 4,00 Euro) komplett wieder verkaufen, dann haben Sie erfolgreich ein Arbitragegeschäft durchgeführt.

Somit besteht die wirtschaftliche Leistung der Arbitrage darin, Preisunterschiede zu erkennen und diese gekonnt auszunutzen.

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Arbitrage Definition

Als Arbitrage wird also das Ausnutzen von Preisunterschieden für Güter auf unterschiedlichen Märkten bezeichnet. Die Arbitrage hat eine ausgleichende Wirkung. Die Preise auf den unterschiedlichen Märkten gleichen sich einander an. Das heißt, dass der Arbitrage Effekt in der Regel nur für eine bestimmte Zeit besteht. Der sogenannte Arbitrageur kauft, zumeist kreditfinanziert, ein günstiges Gut an einem bestimmten Ort und verkauft dieses dann teurer wieder an einem anderen Ort, ohne dass ihm dabei Nettoausgaben entstehen.

Greift man auf die strenge Arbitrage Definition zurück, dürfte diese nur dann durchgeführt werden, wenn die Gewinnerzielung nicht nur mit einem niedrigeren Risiko verbunden, sondern vollkommen risikolos ist. Es gibt verschiedene Arten der Arbitrage. Die kulturelle Arbitrage nutzt kulturbedingte Traditionen und Eigenheiten aus. Bei der mathematischen Arbitrage spielt die historische Korrelation zweier Waren eine Rolle, die aber sehr kurzfristig ist. Die geographische Arbitrage nutzt unter anderem die Vorteile niedriger Transportkosten aus. Alle Arbitrage-Formen sind ökonomischer Natur.

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Arbitrage Beispiel

Die Frage „Was ist Arbitrage?“ lässt sich mit dem risikolosen Ausnutzen von Zins-, Kurs- und Preisdifferenzen für ein Handelsobjekt zur selben Zeit an verschiedenen Handelsplätzen beantworten. Gekauft wird am Platz der niedrigeren Kurse, am Platz der höheren Kurse erfolgt der Verkauf. Zu den Handelsobjekten zählen zum Beispiel Devisen, Termingeld, Edelmetalle sowie weitere Wirtschaftsgüter.

Institutionelle Anleger können Arbitrage in professionellem Umfang umsetzen, da sie vom Short Selling Gebrauch machen – also Aktien „leerverkaufen“ – können. Das bedeutet, sie müssen nicht darauf warten, dass die Börse den Aktienkauf bestätigt, bis die Papiere wieder verkauft werden können.

Ein Arbitrage Beispiel zur Veranschaulichung:

An einer Börse werden 1.000 Aktien-Anteile zum Preis von 90,00 Euro per Aktien Leerverkauf veräußert. Hieraus ergibt sich ein Verkaufserlös von 90.000 Euro. Der Anleger deckt sich gleichzeitig an einer anderen Börse mit Papieren zum Kurs von 88,00 Euro ein. Der eingesetzte Betrag beträgt 88.000 Euro. Der Gewinn beträgt 2.000 Euro.

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Arbitragegeschäfte sind immer kurzfristig

Wer bereits eigene Arbitrage Erfahrungen gesammelt hat, weiß, dass das Geschäftsmodell einige Besonderheiten aufweist. In der Theorie ist Arbitrage komplett risikofrei. Es wird ein günstiges Produkt gekauft und dieses zu einem höheren Preis verkauft. Zunächst kann dabei nichts schief gehen. In der Praxis stimmt diese Annahme aber nicht. Für den Erwerb und den Verkauf müssen einige Schritte (Kaufverträge abschließen) durchgeführt werden, sodass es zu Verzögerungen kommen kann.

Arbitragegeschäfte sind kurzfristig. Dahinter verbirgt sich ein Risiko. Zur Erklärung: Wenn Sie auf einem Markt viele Güter zu einem günstigen Preis erwerben, werden dort die Preise steigen. Die Nachfrage steigt schließlich deutlich, worauf die Anbieter sicher reagieren werden. Auf dem anderen Markt werden umgekehrt mit den hohen Preisen plötzlich mehr Güter verkauft. Somit steigt das Angebot, was wiederum zu niedrigeren Preisen führt.

Die Preise der beiden Märkte passen sich im Endeffekt also wieder an. Und somit ist die Gelegenheit für Arbitragegeschäfte verpasst.

Fakten-Check

Was ist Arbitrage? Es handelt sich hierbei um eine bekannte Geschäftsstrategie, die sowohl im Handel als auch an den Börsen rege eingesetzt wird. Sie empfiehlt sich in der Regel nur für große Trader. Die Transaktionsgebühren können bei kleineren Anlegern höher ausfallen als der tatsächliche Gewinn.

  • Arbitrage beschreibt an der Börse das Ausnutzen von Preisunterschieden für ein Gut an diversen Handelsplätzen.
  • Es handelt sich um ein ökonomisches Geschäftsmodell.
  • Arbitragegeschäfte sind immer kurzfristig.
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Arbitragemöglichkeiten

Gibt es weitere Arbitragemöglichkeiten? Ja. Arbitrage kann auch kreditfinanziert sein. Denn um hohe Gewinne mit Hilfe dieses Geschäftsmodells zu erzielen, wird ein hohes Startkapital benötigt. Die Produkte müssen schließlich erst einmal gekauft werden, bevor der Anleger sie teuer wieder verkaufen kann. Deshalb ist es möglich und durchaus üblich, die Käufe über einen Kredit zu finanzieren. Die Option scheint sehr verlockend, da wie erwähnt die Arbitragegeschäfte zumindest theoretisch risikolos sind. Wie Sie aber auch schon erfahren haben, sieht dies in der Praxis meist anders aus. Somit steigt das finanzielle Risiko entsprechend bei kreditfinanzierter Arbitrage, da die Gewinne etwa auch Zinskosten abdecken müssen.

Ferner können Arbitragegeschäfte nur dann funktionieren, wenn möglichst wenige Personen von den aktuellen Preisunterschieden Kenntnis haben. Wenn sehr viele Händler die Arbitrage einsetzen, gleichen sich die Preise schnell an und die Chance auf ein Geschäft ist vertan.

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Arbitrage Handel - Welche Varianten gibt es?

In Bezug auf das Arbitrage Trading sind verschiedene Varianten zu nennen:

Räumliche Arbitrage: Bei dieser Art wird das Gut auf zwei Märkten gehandelt, die voneinander geographisch getrennt sind. So könnten Sie zum Beispiel ein Produkt in Asien günstig erwerben und es in Europa zu einem höheren Preis verkaufen.

Kulturelle Arbitrage: Diese Variante ähnelt der räumlichen Arbitrage, hat aber einen anderen Schwerpunkt. Hierbei wird ausgenutzt, dass in manchen Kulturen Produkte einen hohen Wert haben, während sie andernorts als minderwertige Waren betrachtet werden.

Zeitliche Arbitrage: Bei dieser Form handelt es sich im Prinzip um keine echte Arbitrage. Ein Arbitragegeschäft ist per Definition risikolos, da zur selben Zeit ge- und verkauft wird. Hier wird angenommen, dass sich die Preise für ein bestimmtes Gut in Zukunft ändern werden. Der Kauf und der Verkauf finden nicht mehr zur gleichen Zeit statt. Auch erhöht sich das Risiko deutlich, da sich die Preise unerwartet entwickeln könnten.

Arbitrage Deutschland - So wirkt sich die Marktsituation auf das Geschäftsmodell aus

Ob das Geschäftsmodell Arbitrage Deutschland und andere Länder erreicht, hängt unter anderem von der jeweiligen Marktsituation ab. Generell hat die Technisierung der Finanzmärkte und die hohe Transparenz auf den Geldmärkten zur Folge, dass Arbitragegeschäfte immer seltener umgesetzt werden können.

Heute ermitteln Computersysteme Möglichkeiten für Arbitragegeschäfte und wickeln sie innerhalb kurzer Zeit ab. Die Programme überwachen Aktien-, Devisen- oder Rohstoffmärkte weltweit. Damit ist es für Anleger nicht nur schwieriger geworden, Möglichkeiten zur Arbitrage zu finden – etwa wenn sie Aktien oder Devisen kaufen möchten – sie müssen auch schnell reagieren.

Arbitrage hat auch für Börsenplätze eine Ausgleichsfunktion. Arbitrageure kaufen Wertpapiere in großem Maße und machen damit verbunden auf Währungs-, Preis- und Zinsunterschiede aufmerksam. Schnell folgen ihnen andere Käufer. Damit erhöht sich der Kurs, der zuvor niedriger war. Und der Kurs an jenem Handelsplatz, an dem das Wertpapier zuvor höher gelistet war, sinkt. Es kommt zu einem Preisausgleich zwischen beiden Finanzplätzen.

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Müssen Gewinne aus der Arbitrage versteuert werden?

Wer die Frage „Was ist Arbitrage?“ stellt, möchte in der Regel auch wissen, ob die Erträge aus dem Geschäft versteuert werden müssen: Ja, es fallen für das Trading Steuern an. Wenn Gewinne durch Arbitrage generiert werden, müssen diese als Spekulationsgewinne verbucht werden. Hier greift in Deutschland der Paragraph 23 EStG (siehe auch Spekulationssteuer Aktien), nach dem Anleger ihre Gewinne versteuern müssen. Auch eine internationale Steuerpflicht ist möglich. Dies richtet sich danach, welche Objekte für die Erzielung der Gewinne verwendet wurden.

Insbesondere institutionelle Anleger wie Kreditinstitute oder Versicherungen machen von der Arbitrage Gebrauch. In der Regel verfügen sie über große Geldsummen, die sie innerhalb kürzester Zeit in günstige Wertpapiere investieren können, und die an anderer Stelle sofort wieder verkauft werden. Wegen des schmalen Zeitfensters und des vergleichsweise niedrigen Gewinns wird die Arbitrage von Kleinanlegern hingegen nur selten verwendet. Für die Arbitrage sind Finanzprodukte geeignet, die sich durch Markttransparenz auszeichnen.

Arbitrage Erfahrungen - Weitere Arten der Arbitrage

Neben den bereits erwähnten Varianten – räumliche, kulturelle und zeitliche Arbitrage – sollten Sie auch die folgenden Formen des Geschäftsmodells kennen.

Differenzarbitrage: Bei dieser Arbitrage-Variante handelt es sich um die ursprünglichsten Art dieses Geschäftsmodells. Hierbei werden Wertpapiere zur gleichen Zeit an einem Handelsort gekauft, während sie an einer anderen Börse veräußert werden. Somit werden bei der Differenzarbitrage Kauf und Verkauf direkt miteinander verbunden.

Ausgleichsarbitrage: In diesem Fall wählt der Arbitrageur die beste Möglichkeit für den Kauf oder Verkauf der Wertpapiere auf einem Teilmarkt aus. Er kann somit seine eigene Position ausgleichen. Diese Art der Arbitrage arbeitet ohne Gegengeschäft, interlokale Preisunterschiede werden vermieden. Es ist möglich, mit der Ausgleichsarbitrage Guthaben oder Salden auszugleichen.

Devisenarbitrage: Bei dieser Variante werden Kurs- und Preisunterschiede von Objekten ausgenutzt, die an unterschiedlichen Handelsplätzen für die gleichen Objekte möglich werden. Kursunterschiede lassen sich durch die gleichzeitigen An- und Verkäufe von Devisen ausgleichen.

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Arbitrage Trading - Was ist Forex Arbitrage?

Der Arbitrage Handel auf dem Forex-Markt unterscheidet sich nicht wesentlich vom klassischen Arbitrage-Handel. Beim Forexhandel wird nach einer günstigeren Version eines Devisenpaars gesucht, um dieses gleichzeitig auf einem teureren Markt zu verkaufen. Hat der Trader seine Transaktionskosten abgezogen, handelt es sich bei der Differenz um den Arbitrage-Gewinn.

Das Forex-Arbitrage-Handelssystem gestaltet sich normalerweise immer gleich: Es geht darum, Preisanomalien auszunutzen, etwa zwischen Devisen-Futures und Spotzins. Ein Future ist eine Vereinbarung, ein Finanzinstrument zu einem festen Preis und einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu handeln. Ein Arbitrage-Beispiel ist, wenn zwei Broker für das gleiche Devisenpaar unterschiedliche Kursangaben tätigen. In der Regel bieten aber alle Broker die gleichen Preise auf dem Retail-Forex-Markt an. Deshalb funktioniert die Arbitrage Forex Strategie im Normalfall nur auf dem institutionellen Markt.

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Schon gewusst?

Was ist Arbitrage eigentlich genau? Der Begriff kommt aus dem Finanzmanagement und wurde aus dem Französischen ins Deutsche übernommen. Ursprünglich stammt er aus dem Lateinischen – „arbitratus“, was mit „beobachtet“ oder „erwogen“ übersetzt wird. Das französische „arbitrage“ bedeutet „freies Ermessen“.

  • Bei Arbitrage handelt es sich um Bankgeschäfte, die durch Preis-, Zins- oder Kursunterschiede zum Gewinn führen.
  • Sie sind mit keinem oder geringem Verlustrisiko verbunden.
  • Bei plötzlich eintretenden Kursschwankungen kann es aber auch hier zu Verlusten kommen.
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Arbitrage Bedeutung - Beispiel Aktienhandel

Die Frage „Was ist Arbitrage?“ lässt sich am Beispiel des Aktienhandels am besten beantworten. Das Börsengeschäft wird in der Praxis häufig umgesetzt. Dieses können Sie sich folgendermaßen vorstellen: Ein Händler möchte Aktien kaufen und erwirbt diese an einer Börse zu einem Kurs von 7,50 Euro. Gleichzeitig verkauft er die Wertpapiere an einer anderen Börse zu einem Kurs von 8,00 Euro. Er macht durch das Arbitragegeschäft einen Gewinn von 0,50 Euro pro Aktienanteil. Würde er Wertpapiere im Umfang von 1,5 Millionen Euro erwerben, hätte er einen Gewinn von 100.000 Euro erzielt.

Gleichzeitig beginnt aber die Anpassung der Preise: Bei der ersten Börse ist die Nachfrage gestiegen. Dementsprechend steigt auch der Kurs, etwa auf 7,80 Euro. Zur gleichen Zeit fällt der Kurs bei der anderen Börse ab, weil dort plötzlich ein größeres Angebot vorhanden ist. Der Kurs sinkt, zum Beispiel auf 7,80 Euro. Nach dem Preisausgleich findet die Arbitrage keine Anwendung mehr.

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Die Ursprünge der Arbitrage

Die Wurzeln der Arbitrage reichen bis in das 14. Jahrhundert nach Italien zurück. Dort wurden von Händlern Wechsel günstig eingekauft, um sie an einem anderen Ort teurer wieder zu verkaufen. Damals wurde dieses Verfahren „arbitrio“ genannt. Die Methode wurde schließlich der Gewinnerzielung durch Kauf und Verkauf auf diversen Märkten in Europa ausgeweitet.

Bis die Arbitrage aber in der heute bekannten Form umgesetzt werden konnte, war die weitere Öffnung der Märkte erforderlich. Diese erfolgte Ende der 1950er-Jahre im Rahmen der Einführung der Devisenkonvertibilität. Hinsichtlich der Kurse und Preise hat sich die Transparenz auf den Märkten aufgrund der sehr schnellen technischen Entwicklung stark erhöht, sodass Arbitrage-Geschäfte häufig nur noch mit einem großen Handelsvolumen lohnen.

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Arbitrage einfach erklärt - Beispiel Rohstoffhandel

Auch am Beispiel des Rohstoffhandels ist die Arbitrage einfach erklärt: Stellen Sie sich hierfür einen Kaufmann vor, der mit Nahrungsmitteln handelt. Ein Arbitragegeschäft könnte für ihn wie folgt aussehen: Der Händler erwirbt bei einem europäischen Schlachthof Fleisch. Da Wurst und Fleisch hierzulande auf dem Esstisch Standard sind, bewegen sich die Preise pro Kilogramm bei 15 Euro. Der Händler verschifft die erworbenen Lebensmittel in diverse Schwellenländer. In diesen ist Fleisch wertvoller und seltener, so dass er einen Preis von 30 Euro je Kilogramm erhält.

Aus dem Arbitragegeschäft erzielt er für das Fleisch also einen Rohgewinn von 15 Euro pro Kilogramm. Von dem Gewinn müssen anschließend noch diverse Kosten, zum Beispiel für den Transport, abgezogen werden. Bei der Differenz handelt es sich schließlich um den klassischen Arbitrage-Gewinn. Was ist Arbitrage in diesem Fall? Dieses Geschäft könnte man als räumliche und im Prinzip auch kulturelle Arbitrage bezeichnen.

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Was ist Arbitrage - ökonomisch betrachtet!

Von der Ökonomie werden nicht alle möglichen Varianten des Handels gutgeheißen. So gelten hochspekulative Finanzderivate zum Beispiel vielfach als Gefahr für die Finanzmärkte. Dagegen genießen Arbitragegeschäfte einen positiven Ruf, weil sie in den Augen der Wirtschaftswissenschaftler den Markt effizient gestalten und für transparente Märkte sorgen. Die Arbitrage-Geschäfte sind indes unter idealen Marktbedingungen vollkommen risikofrei. Allerdings besteht, wie bereits erwähnt, das Risiko in dem Moment, in dem die Arbitrage ihren positiven Ansatz (Markttransparenz) bewirkt. Der Käufer wird das Gut nicht mehr über den Arbitrageur kaufen, sondern auch in dem kostengünstigeren Markt erwerben.

Für institutionelle bzw. professionelle Börsenhändler gibt es eine Vielzahl an Trading Strategien und Möglichkeiten, um Geld im Börsenhandel zu verdienen. Die Arbitrage ist eine Form davon. Für private Händler ist es jedoch beinahe unmöglich, im Bereich der Arbitrage wegen der Transaktionskosten, dem Know-how und der Infrastruktur ebenfalls Geld zu verdienen.

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Fazit: Was ist Arbitrage? - Eine Möglichkeit, um im Börsenhandel Geld zu verdienen

Was ist Arbitrage? Bei einem Arbitragegeschäft wird das Ziel verfolgt, eine Ware auf einem Markt zu kaufen und die gleiche Größe gleichzeitig auf einem anderen Markt zu verkaufen, um aus den Preisunterschieden der beiden einen Vorteil zu schlagen. Gleiches gilt auch für Aktien und Forex Arbitrage. Auf den Finanzmärkten werden effektiv gleiche Produkte teilweise in leicht unterschiedlicher Form oder an unterschiedlichen Orten gehandelt.

In der Praxis wird weder auf den Märkten mit vollständiger Effizienz gehandelt, noch läuft der Informationsfluss in alle Teile der Welt sofort ab. Sind also zwei Börsen zur gleichen Zeit geöffnet, ist es möglich, dass Preise für das gleiche Produkt zwischen den Börsen variieren. Derjenige, dem dies sofort auffällt, hat dann die Möglichkeit, die Aktie an der Börse mit dem niedrigeren Preis zu erwerben und sie an der Börse mit dem höheren Preis zu veräußern. Sodann hat er einen erfolgreichen Arbitrage-Handel durchgeführt.

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