STP Broker Handelsmodell

Zuletzt aktualisiert: 23.01.2020
Paul Pleus
Autor:
Paul Pleus
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 25 Jahre

Für den Handel mit Wertpapieren und Derivaten haben Anleger eine breite Auswahl an Brokern. Diese unterscheiden sich in der Regel hinsichtlich vieler Eigenschaften, etwa der Handelsplattform, der Höhe der Mindesteinzahlung oder der Auswahl der Basiswerte – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Dies sind zudem ausnahmslos Beispiele, die jeder Anleger problemlos vergleichen kann. Gerade Anfänger haben jedoch häufig Probleme, Broker im Hinblick auf ihre Handelsmodelle zu unterscheiden. In diesem nextmarkets Ratgeber widmen wir uns STP Brokern und zeigen unter anderem die Unterschiede zu ECN und Retail Brokern auf.

Kurz vorgestellt: Was ist ein STP Broker?

Wenn Sie aktuell das Trading lernen, müssen Sie sich mit zahlreichen Fachbegriffen und branchenspezifischen Vokabeln auseinandersetzen. Im Regelfall ist es nicht einmal ausreichen zu wissen, was ein Broker ist. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Brokern, die sich beispielsweise in der Art und Weise der Kursstellung oder den handelbaren Basiswerten unterscheiden.

In diesem nextmarkets Ratgeber soll es um STP Broker gehen. Die Abkürzung STP steht dabei für „straight through processing“ und bezieht sich auf die Art und Weise, wie Kundenorders an Banken und andere Liquiditätsprovider weitergeleitet werden. Bei der Ordererteilung kommt es also zu einer sofortigen Durchleitung („straight through“) an den Liquiditätspool. Ein Dealing Desk, wie er bei anderen Brokermodellen vorzufinden ist, gibt es bei einem Straight Through Processing Broker nicht.

STP weisen einige Gemeinsamkeiten zu ECN Brokern auf, insbesondere im Hinblick auf den fehlenden Dealing Desk. Jedoch gibt es zwischen diesen beiden Brokermodellen auch gravierende Unterschiede. Unter anderem gehören dem Liquiditätspool eines ECN Brokers auch private Trader an, des Weiteren werden Aufträge direkt in das Orderbuch des Brokers eingestellt. Die weiteren Gemeinsamkeiten und Unterschiede bespricht dieser Ratgeber nachfolgend ausführlich.

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Darum ist ein STP Broker Vergleich sinnvoll

Eine Unterscheidung zwischen Brokern ist jedoch nicht nur im Hinblick auf STP, ECN, Market Maker oder andere Modelle möglich. Auch STP Broker können sich untereinander erheblich unterscheiden. Immer empfehlenswert ist es daher, vor der Anmeldung einen Broker Vergleich durchzuführen.

Bester Aktien Broker – wodurch zeichnet sich ein solcher aus? Grundsätzlich ist es so, dass Anleger unterschiedliche Ansprüche an Broker stellen. Dies gilt nicht nur für Aktienbroker, sondern auf für Broker die auf Forex, CFDs oder andere Finanzinstrumente spezialisiert sind. Daher ist es kaum möglich, einen einzigen Broker als den besten Broker zu benennen.

Vor einer Anmeldung sollten sich Anleger daher stets mit allen Eigenschaften des Anbieters vertraut machen. Wie hoch ist die Mindesteinzahlung? Welche Produkte können gehandelt werden? Welche Handelssoftware wird genutzt? Gibt es ein kostenloses Demokonto? Dies sind nur einige der Fragen, die sich Anleger vor der Registrierung stellen sollten.

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Der Handel bei einem ECN STP Broker

Über einen Broker haben Privatanleger beispielsweise die Möglichkeit, am Forexhandel zu partizipieren. Wie dargelegt, existieren am Markt jedoch Broker mit unterschiedlichen Handelsmodellen. Zu den verbreitetsten gehören:

  • STP Broker
  • ECN Broker
  • Market Maker

Die Gruppe der Market Maker ist von den beiden erstgenannten Brokern deutlich abzugrenzen. Market Maker stellen ihre Kurse selbst. Dadurch können sie zwar fixe Spreads anbieten, jedoch ist die Preisbildung meist sehr intransparent. Anders verhält es sich bei den Handelsmodellen ECN und STP. Hier gibt es einen Liquiditätspool, so dass die Preise anhand von Angebot und Nachfrage gebildet werden.

Aufgrund der Ähnlichkeit der beiden Handelsmodelle werden entsprechende Broker zumeist unter der Bezeichnung ECN / STP Broker zusammengefasst. Vor der Anmeldung sollten Sie sich also unbedingt informieren, welches Handelsmodell beim gewählten Broker angewandt wird.

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Was bedeutet die Abkürzung ECN?

In vorausgegangenen Abschnitten wurde mehrfach das Kürzel ECN in Zusammenhang mit den verschiedenen Brokermodellen genannt. Um im vollen Umfang den Aktienhandel lernen zu können, sollten sie auch die Bedeutung dieser Abkürzung kennen.

Die Abkürzung ECN steht für „Electronic Communication Network“. Ähnlich einem STP „Straight through Processing“ Broker leiten auch diese Broker sämtliche Orders direkt an den Liquiditätspool weiter. In das elektronische Kommunikationsnetzwerk – so die deutsche Entsprechung des Kürzels ECN – des Brokers sind neben Banken und anderen Liquiditätsprovidern auch dessen Kunden eingebunden.

Dadurch werden in das Orderbuch des ECN Brokers sämtliche erteilten Aufträge eingetragen. Dort können sie von jedem Teilnehmer nachverfolgt werden. Die Kursstellung erfolgt allein durch Angebot und Nachfrage, der Broker selbst nimmt hierauf jedoch keinen Einfluss. Umsätze erzielen ECN Broker in der Regel über Kommissionen.

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Kriterien für einen STP Broker Vergleich

Die Bedeutung eines Broker Vergleichs wurde an anderer Stelle bereits hervorgehoben. Jeder Anleger stellt andere Ansprüche an einen Broker, daher kann eine allgemeingültige Aussage für den besten Broker zum Aktien online kaufen & handeln kaum getroffen werden.

Hinsichtlich welcher Kriterien sollte ein solcher Vergleich durchgeführt werden? Nachfolgend haben wir eine ausführliche Liste mit Testkriterien zusammengestellt, die Sie berücksichtigen sollen:

  • Auswahl der Märkte: Welche Assets sind handelbar?
  • Weiterbildungsangebot: Gibt es Webinare und Seminare?
  • Demokonto: Wird ein Demokonto angeboten?
  • Mindesteinzahlung: Wie hoch ist die Ersteinlage?
  • Ein- und Auszahlung: Welche Transaktionsmöglichkeiten bestehen?
  • Gebühren: Wie hoch sind Spreads, Kommissionen und andere Kosten?

Jeder Anleger legt dabei Wert auf andere Kriterien. Während die einen eine hohe Mindesteinzahlung präferieren, um anschließend möglicherweise von günstigeren Konditionen profitieren zu können, wählen andere bevorzugt Broker mit niedrigen Einzahlungssummen. Grundsätzlich hat keines dieser STP Broker Modell einen Vor- oder Nachteil gegenüber dem anderen.

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Wer bildet den Liquiditätspool beim STP Broker?

Mehrfach war in diesem Ratgeber bereits vom Liquiditätspool die Rede. Um die Frage „Was ist Trading?“ vollumfänglich beantworten zu können, erklären wir an dieser Stelle zunächst, was der Liquiditätspool ist. Anschließend zeigen wir, wie sich dieser bei einem STP Broker zusammensetzt.

Straight through Processing Broker leiten sämtliche Kauf- und Verkaufsorders direkt an den Interbankenmarkt weiter. Dieser setzt sich unter anderem aus Großbanken, Hedgefonds, Investmentfirmen, anderen Brokern oder anderen Privatanlegern weiter. Diese Marktteilnehmer bilden dadurch den Liquiditätspool, da sie die Kundenorders ausführen und so den Handel überhaupt erst ermöglichen.

Es gibt jedoch keine Vorgabe, aus wie vielen Teilnehmern sich ein solcher Pool zusammensetzen muss. Für den Anleger ist ein möglichst großer Pool vorteilhaft, da hierdurch ein gewisser Wettbewerb entsteht. Eine Order wird stets zum Bestpreis ausgeführt, und dieser wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Wie groß ist der Liquiditätspool beim STP Broker?

Wie zuvor bereits dargelegt, besitzt ein Liquiditätspool keine Mindest- oder Maximalgröße. In der Regel machen die meisten Broker auf ihrer Website Angaben über die Zusammensetzung des Pools, so dass sich Interessen dort problemlos informieren können. Aus mehreren Gründen ist diese Vorgehensweise zu empfehlen.

Wie sich der Liquiditätspool eines ECN Brokers zusammensetzt, wurde bereits zuvor erläutert. Im elektronischen Kommunikationsnetzwerk des Brokers sind neben institutionellen Liquiditätsprovidern in der Regel auch Privatanleger zu finden. Dies könnte bei Brokern des STP-Modells grundsätzlich zwar auch der Fall sein. Häufig besteht der Liquiditätspool eines solchen Brokers jedoch nur aus einer Großbank, die für die Preisstellung verantwortlich ist.

Dadurch weist das STP-Modell wiederum Ähnlichkeiten zu Market Makern auf. Auch hier existiert nur ein Liquiditätsgeber, der die Preise bereitstellt. Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt darin, dass Market Maker Kauf- und Verkaufsorders der Kunden gegeneinander ausführen, während STP Broker diese an den freien Markt weiterreichen.

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Das bedeuten die Begriffe DMA, NDD und Retail Broker

Wie funktionieren Aktien? Wenn Sie sich zur Beantwortung dieser Frage intensiv mit den verschiedenen Brokerarten beschäftigen, werden Sie garantiert auf zahlreiche Abkürzungen stoßen. Zwei wichtige haben wir bereits vorgestellt. Die Abkürzung STP steht für Straight through Processing, ECN für Electronic Communication Network.

Beide Modelle reichen Kauf- und Verkaufsorders an den freien Markt weiter. STP und ECN Broker sind gleichzeitig also auch DMA Broker. DMA steht für „Direct Market Access“, also den direkten Marktzugriff. Im Gegensatz zu Market Makern besitzen sie außerdem keinen Dealing Desk, an dem Kundenorders gegeneinander ausgeführt werden.

Aus diesem Grund sind STP und ECN Broker häufig mit dem Zusatz NDD („no dealing desk“) versehen. Market Maker werden hingegen oftmals auch als Retail Broker bezeichnet, da sie für die Kursstellung selbst verantwortlich sind.

Unterschiede zwischen ECN, STP Broker und Market Making

Auf verschiedene Weisen wurden die Unterschiede zwischen ECN und STP Brokern sowie dem Market Maker Modell bereits skizziert. In diesem Abschnitt fassen wir die getroffenen Aussagen nochmals zusammen, um in wenigen Sätzen einen Überblick über die grundlegenden Unterschiede bieten zu können.

Während Market Maker eigene Kurse anbieten, haben STP Broker keinen Einfluss auf die Kursstellung. Die Kurse werden durch Angebot und Nachfrage am Interbankenmarkt, an den sämtliche Orders weitergeleitet werden, gebildet. Für die Weiterleitung erhält der Broker eine Vergütung. Bei einem solchen Broker werden Kauf- und Verkaufsorders einzelner Privatanleger jedoch nicht im Liquiditätspool gegeneinander ausgeführt.

Eine solche Verbindung privater Anleger mit dem Handelsnetzwerk liegt ausschließlich bei ECN Brokern vor. Alle Kauf- und Verkaufsorders werden automatisch in das Orderbuch eingetragen, wo eine Ausführung nach festgelegten Regeln stattfindet. Alle in das Netzwerk eingebundenen Marktteilnehmer erhalten Einblick in das Orderbuch. Dies kann beim Straight through Processing Broker auch der Fall sein, muss aber nicht.

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Kommission oder Spread? So verdienen STP Broker Geld

STP Broker stellen grundsätzlich eine Dienstleistung bereit, indem sie Kauf- und Verkaufsorders an den Interbankenmarkt weiterleiten. Wie jeder Aktien Broker stellen sie diesen Service jedoch nicht umsonst zur Verfügung. Auf welche Art und Weise finanziert sich ein solcher Broker also?

Zwei Gebührenmodelle sind bei STP Brokern verbreitet:

  • Kommission: der Broker erhebt einen Festpreis, beispielsweise pro gehandeltem Standard-Lot
  • Markup auf die Spreads: der Broker erweitert den tatsächlichen Spreads des Liquiditätspools um einige Pips

Der Spread stellt die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs dar, ist somit also von Angebot und Nachfrage abhängig. Bei einer Positionseröffnung muss er durch den Anleger bezahlt werden. Der tatsächlich im Bankenpool vorliegende Spread kann durch Markups des Brokers erweitert werden, wodurch dieser einen Gewinn erzielt.

Schon gewusst?

Bei nextmarkets fallen keine Depot- oder Kontoführungsgebühren an. Beim Handel mit CFDs wird außerdem ebenfalls keine Kommission berechnet. Lediglich in Form des Spreads wird eine Gebühr erhoben. Unser Bestreben ist es, in allen Assetklassen möglichst enge Spreads anzubieten.

  • nextmarkets erhebt keine Konto- oder Depotführungsgebühr
  • Positionseröffnung ist kommissionsfrei
  • Enge Spreads in allen handelbaren Basiswerten
Was ist ein Broker

Häufige Kritik am STP Broker Modell

Insbesondere Broker, die Gebühren in Form von Markups auf die tatsächlich am Bankenpool vorliegenden Spreads erheben, werden oftmals von Anlegern kritisiert. Denn hierbei handelt es sich um eine Vorgehensweise, die in Grundzügen mit dem Market Making gleichzusetzen ist.

Falls der Broker keinen Einblick in das Orderbuch gewährt, haben Anleger keine Möglichkeit herauszufinden, ob die in der Handelsoberfläche dargestellten Spreads tatsächlichen denen des Interbankenmarktes entsprechen. Hinzu kommt die Tatsache, dass oftmals nicht klar ist, nach welchen Kriterien Markups vorgenommen werden. Es kann sich sowohl um eine Anpassung an die Volatilität oder das Nachfrageverhalten als auch eine zufällige Auswahl des Basiswertes durch den Algorithmus handeln.

Weiterhin kann sich ein Problem aus der Tatsache ergeben, dass es sich bei STP um keinen geschützten Begriff handelt. Jeder Broker könnte diesen benutzen, ohne das STP-Modell nachweisen zu müssen. Ein unseriöser Broker könnte seine Kunden demnach bewusst in die Irre führen und ein Market Maker Modell als STP Marktmodell tarnen.

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So finden Sie einen seriösen STP Broker

Die zuletzt getroffene Aussage bedeutet selbstverständlich nicht, dass das STP Modell Betrügern Tür und Tor öffnet. Am Markt existieren zahlreiche Broker für Aktien, Forex, CFDs, ETFs und andere Produkte, bei denen der Handel in einem regulierten Umfeld stattfindet, welches betrügerisches Vorgehen weitestgehend unmöglich macht.

Achten Sie bei einem STP Broker Vergleich daher zusätzlich auf diese Kriterien:

  • Einlagensicherung: Besteht im Falle einer Insolvenz des Brokers eine Sicherung der Kundeneinlagen?
  • Segregierte Konten: Kundengelder sollten bei namhaften Depotbanken getrennt vom Unternehmenskapital verwahrt werden.
  • Regulierung: Der Broker sollte durch eine europäische Finanzaufsichtsbehörde (BaFIN, FCA, CySEC) zugelassen und reguliert werden.

Informationen hierüber stellen Broker meist in den Geschäftsbedingungen zur Verfügung, die online über ihren Webauftritt abrufbar sind. Bei der Suche nach dem passenden Broker sollten Sie sich also nicht nur auf Handelskosten, Ordertypen, Forex Demokonto und weitere Eigenschaften des Brokers konzentrieren, sondern auch das regulatorische Umfeld im Blick haben.

Für diese Anleger eignen sich STP Broker

Bevor sich Anleger für einen Broker mit STP Marktmodell entscheiden, sollten sie sich zunächst informieren, für welchen Trader-Typ diese Art von Broker überhaupt geeignet ist. Grundsätzlich ist dieses Marktmodell nur für alle Anleger relevant, die einen Zugang zum Devisenmarkt suchen. Neben dem FX-Handel (Was ist Forex?) werden bei einem STP Broker ansonsten keine weiteren Basiswerte gehandelt.

Market Maker eignen sich zweifelsohne für den Einstieg in den Devisenhandel, da die Funktionsweise leicht verständlich ist. Am Dealing Desk werden passende Kundenorders gegeneinander ausgeführt. Einen Gewinn erzielt der Market Maker durch eine Erweiterung des Spreads, der folglich aber nicht mehr dem des Interbankenmarktes entspricht.

Bei einem STP Broker besteht ein direkter Marktzugang, so dass in der Regel auch die Spreads enger sind. Da die Liquiditätsgeber ständig An- und Verkaufskurse stellen, ist in der Praxis eine schnellere Ausführung als bei Market Makern zu beobachten. Beachten Sie jedoch, dass Sie am freien Markt mit großen Marktteilnehmern konkurrieren, die täglich ein Vielfaches ihres Volumens handeln. Durch die Hinweise im nextmarkets Ratgeber kennen Sie nun die wichtigsten Grundlagen für die Suche nach einem Broker.

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Bieten STP Broker ein Demokonto an?

Ein Aktien, Forex oder CFD Demokonto ist mit zahlreichen Vorteilen verbunden. Anleger können auf diesem den realen Handel nachempfinden, ohne dabei das eigene Kapital zu riskieren. Stattdessen wird ihnen seitens des Brokers ein virtuelles Kapital zur Verfügung gestellt, welches sie nach Belieben in die Unterschiedlichen Märkte investieren können.

In Verbindung mit STP oder ECN Marktmodellen ist die Nutzung eines Demokontos in der Praxis jedoch kaum sinnvoll umsetzbar. Da Sie bei einem STP oder ECN Broker mit echten Handelspartnern agieren, kann dieser Vorgang kaum auf einem Demokonto simuliert werden.

Das Market Maker Modell kann hingegen deutlich einfacher über ein Demokonto simuliert werden. In beiden Fällen tritt der Broker als Gegenpartei auf. So können Anleger neue Forex Strategien risikofrei ausprobieren oder den Handel mit einer neuen Assetklasse kennenlernen.

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Fazit: STP liegt zwischen Market Making und ECN

Abschließend möchten wir eine Aussage aus den Anfangszeilen dieses nextmarkets Ratgebers wiederholen. Grundsätzlich ist kein Marktmodell besser oder schlechter als das andere, sowohl STP und ECN Broker als auch Market Maker weisen Vor- und Nachteile auf. So leiten STP Broker Orders zwar grundsätzlich an den Interbankenmarkt, können gleichzeitig einen Teil der Orders auch als Market Maker matchen und gegeneinander ausführen.

Durch den Handel am freien Markt ist jedoch davon auszugehen, dass der Handel bei einem Broker mit STP Marktmodell frei von Interessenkonflikten ist und geringere Gebühren als der Handel bei einem Market Maker aufruft.

ECN Broker werden zumeist von erfahrenen Tradern bevorzugt, was unter anderem durch die deutlich höhere Mindesteinlage zum Ausdruck gebracht wird. Gleichzeitig dürfen engere Spreads als bei STP oder Retail Broker erwartet werden. Führen Sie vor der Anmeldung bei einem Broker also unbedingt einen Vergleich sämtlicher Konditionen durch. Nur so finden Sie den Anbieter, der Ihren Vorstellungen entspricht.

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