Was ist Positionstrading? Definition - nextmarkets Glossar

Zuletzt aktualisiert: 14.10.2020
Christian Kühn
Autor:
Christian Kühn
Ratgeber
CFD & Trading
Erfahrung
> 20 Jahre

In diesem Artikel werden wir auf das Thema Positionstrading eingehen. Dabei handelt es sich um eine eher langfristig angelegte Anlagestrategie. Es ist daher nicht ungewöhnlich, eine Position mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre laufen zu lassen. So möchte man einen möglichst großen Teil einer Bewegung mitnehmen und hohe Gewinne erzielen.

Das Positionstrading eignet sich daher auch für diejenigen, die dem Trading nur nebenberuflich nachgehen können, da sie tagsüber eine andere Tätigkeit ausüben. Denn für das Positionstrading ist es nicht erforderlich, sich jeden Tag mit den Finanzmärkten zu beschäftigen. Wir werden Ihnen auch Trading Strategien vorstellen, welche auf dem Positionstrading aufbauen. Zudem werden wir auf den Unterschied zwischen dem Positionstrading sowie dem Swing Trading eingehen.

Was ist Positionstrading?

Wie bereits angesprochen, handelt es sich beim Positionstrading um eine längerfristig angelegte Anlagestrategie. Es ist dabei erstaunlich, dass diese Art des Handels als „Trading“ bezeichnet wird. Denn eigentlich bedeutet Trading (Was ist Trading?), durch kurzfristige Spekulation an den Finanzmärkten Geld zu verdienen. Beim Trading hält man daher in der Regel die Positionen für einen Zeitraum von wenigen Sekunden bis hin zu einigen Tagen. Werden Trades jedoch länger gehalten, wird dies allgemein als „Investieren“ bezeichnet.

Auch beim Positionstrading tradet man daher nicht, sondern investiert. Dennoch hat sich der Begriff Positionstrading eingebürgert, weshalb auch wir diesen Begriff im weiteren Verlauf des Artikels verwenden. Das Positionstrading kann man auf allen Märkten anwenden. So werden wir im Folgenden auf Beispiele aus dem Dax Handel und aus dem Währungshandel (mit dem Euro/US-Dollar) eingehen.

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Positionstrading Definition

Generell kann man beim Börsenhandel entweder auf die charttechnische oder die fundamentale Analyse zurückgreifen. Als Faustregel gilt dabei: Je größer die Zeiteinheit ist, desto größer ist die Bedeutung fundamentaler Faktoren. Die charttechnische Analyse kann wiederum auf verschiedene Art und Weise erfolgen. So kann man zum Beispiel die diversen Zeichenwerkzeuge nutzen, um Trends sowie Widerstands- und Unterstützungslinien in den Chart einzuzeichnen.

Außerdem kann man den Chart nach bestimmten Formationen (zum Beispiel doppelte Böden) oder Kerzenmustern (zum Beispiel Umkehrkerzen) durchsuchen. Wer möchte, kann die charttechnische Analyse allerdings auch mit Indikatoren durchführen. Zum Beispiel ist der RSI Indikator (Relative Strength Index) hilfreich, wenn es darum geht, die aktuelle Marktlage besser einschätzen zu können.

Ganz anders funktioniert das Trading oder Investieren jedoch, wenn man fundamentale Daten nutzt. Aufgrund des längeren Anlagehorizonts spielt die fundamentale Analyse auch beim Positionstrading eine große Rolle.

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Positionstrading Strategie

Wie erörtert, spielt die fundamentale Analyse beim Positionstrading eine sehr wichtige Rolle. Als fundamentale Daten kommen zum Beispiel die folgenden in Betracht:

  • Wirtschaftliche Entwicklung
  • Entscheidungen der staatlichen Notenbanken
  • Unternehmenskennzahlen wie zum Beispiel das Umsatz- und Gewinnwachstum
  • Politische Ereignisse wie etwa Wahlen

Die Bedeutung fundamentaler Faktoren werden wir anhand der im Dax gelisteten Bayer Aktie aufzeigen. Bei Bayer handelt es sich um einen Pharma- und Chemiekonzern. In den letzten Jahren hatte sich die Aktie des Unternehmens gut entwickelt. Allerdings wurden sodann teils gravierende Fehlentscheidungen getroffen, sodass sich die Aktie in ihrem Wert mittlerweile mehr als halbiert hat. Eine dieser Entscheidungen war es zum Beispiel, den amerikanischen Konzern Monsanto zu kaufen. Dieses Unternehmen ist der Hersteller des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Aus fundamentaler Sicht hätte es sich daher angeboten, in der Bayer Aktie Short zu gehen.

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Fundamentale Daten

Fundamentale Daten spielen aber nicht nur bei einzelnen Unternehmen eine große Rolle. Ein weiteres Beispiel ist die Wahl des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Als er gewählt wurde, sind die Aktienmärkte zunächst weltweit gefallen. Allerdings setzte schon kurz darauf im Dow Jones Index und im S&P 500 eine kräftige Kurs-Rallye ein, welche bis ins Jahr 2018 fast ohne jegliche Korrektur verlief.

Diese starken Kurssteigerungen lassen sich sehr gut aus fundamentaler Sicht erklären. Denn Trump hat die Steuern für Unternehmen stark gesenkt. Somit konnten die amerikanischen Firmen in den letzten Jahren mehr Geld verdienen, was sich in den hohen Aktienkursen widergespiegelt hat. Beim Positionstrading hätte man daher nach der Wahl Trumps Long gehen können und den Trade bis zum heutigen Tage hätte laufen lassen. Dadurch hätte man sehr hohe Gewinne erzielt.

Fakten-Check

Beim Positionstrading hält man Positionen in der Regel sehr lange. So ist es zum Beispiel keine Seltenheit, einen Trade über mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre laufen zu lassen.

  • Für das Positionstrading spielen vor allem fundamentale Daten eine große Rolle
  • Als Anleger sollte man geduldig sein und sich nicht von kurzfristigen Kursschwankungen „verrückt“ machen lassen
  • Insgesamt kann diese Art des Handelns sehr lukrativ sein
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Positionstrading mit CFDs

Das Positionstrading ist auch sehr gut mit CFDs durchführbar (Was ist CFDs?). CFDs haben nämlich den Vorteil, dass man damit die unterschiedlichsten Finanzinstrumente handeln kann. Ohne CFDs wäre es zum Beispiel für Privatanleger sehr schwierig, den Dax zu handeln. So kann man zwar eine einzelne Aktie kaufen, eine „Dax Aktie“ kann man dagegen nicht erwerben. Daher musste man vor der Entwicklung von CFDs zum Beispiel mit dem Dax Future handeln.

Dieser entspricht vom Wert her allerdings rund 25 Dax CFDs, was für einen Einsteiger viel zu hoch ist. Denn jede Kursbewegung bedeutet in diesem Fall einem Gewinn oder Verlust von 25 Euro. Hingegen führt der Handel mit 1 Dax CFD zu einem Gewinn oder Verlust von 1 Euro. Auch beim Positionstrading hätte man daher im vorgenannten Beispiel im amerikanischen Dow Jones Index mit 1 CFD Long gehen können.

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Forex Positionstrading

Das Positionstrading bietet sich aber nicht nur bei Aktienindizes wie dem Dax oder dem Dow Jones Index an. Auch beim Währungshandel an der Forex (Was ist Forex?) macht es Sinn, Positionen aufgrund fundamentaler Daten über einen längeren Zeitraum zu halten. Ein Beispiel dafür ist das Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD). Dieses notierte im Jahr 2014 bei rund 1,4000 Pips (die Bezeichnung Pips verwendet man beim Währungshandel anstelle von Punkten – s. auch Was ist ein Forex Pip?). Für einen Euro erhielt man daher 1,40 US-Dollar. Sodann hielt der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi seine mittlerweile berühmte „whatever it takes“ Rede.

Im Rahmen dieser Rede kündigte er an, dass die EZB alles unternehmen würde, um die europäische Gemeinschaftswährung zu stützen. Die Märkte interpretierten diese Aussage so, dass die EZB die Geldmenge stark ausweiten würde, um die Wirtschaft der klammen Euro-Staaten zu unterstützen.

Währungspaar EUR/USD stark gefallen

Die Ausweitung der Geldmenge hat im Endeffekt Inflation und damit eine Geldentwertung zur Folge. Daher hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar in den darauffolgenden Jahren stark an Wert verloren. Momentan erhält man daher für einen Euro nur noch rund 1,15 US-Dollar. Für das Positionstrading beim Forexhandel hätte man daher nach der Rede von Mario Draghi Short gehen können. In der Regel ist es so, dass die Richtung des Trends durch fundamentale Daten vorgegeben wird.

Wie sich die Kurse aber innerhalb des Trends verhalten, lässt sich häufig sehr gut mit der Charttechnik prognostizieren. Auch beim Positionstrading ist es daher sinnvoll, den Chart zu analysieren. Zudem ist es wichtig, dass man beim Positionstrading über viel Geduld verfügt. Denn wie bereits angesprochen, hält man bei dieser Art des Tradings bzw. Investierens Positionen oft über mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre.

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Swing und Positionstrading

Häufig wird das Positionstrading mit dem Swing Trading verwechselt (Was ist Swing Trading). Der Unterschied besteht vor allem darin, wie lange man eine bestimmte Position hält. Während man beim Positionstrading in Wochen und Monaten denkt, hält man beim Swing Trading eine Position in der Regel nur über mehrere Tage. Das Ziel besteht darin, die Bewegungsphase eines Trends zu handeln.

So besteht ein Trend stets aus den beiden sich abwechselnden Bestandteilen „Bewegung“ und „Korrektur“. Dabei laufen die Bewegungen in der Regel schnell und dynamisch ab. Dagegen ist bei Korrekturen häufig das genaue Gegenteil der Fall. Es ist daher meistens profitabler, sich auf die Bewegungsphasen eines Trends zu konzentrieren. Diese dauern häufig über mehrere Tage an und mit dem Swing Trading versucht man, von diesem Phänomen zu profitieren.

Positionstrading

Anders als beim Swing Trading handelt man beim Positionstrading sowohl die Bewegungen als auch die Korrekturen. Denn man möchte gerade nicht alle paar Tage seine Positionen schließen und sodann wieder eröffnen. Vielmehr investiert man aufgrund fundamentaler Überlegungen in einen bestimmten Wert und spekuliert auf eine langfristige Kursentwicklung in eine bestimmte Richtung. Dies kann wie im Fall der Bayer Aktie die Short Richtung sein. Beim Dow Jones Index hätte sich hingegen die Eröffnung einer Long Position angeboten.

Für das Swing Trading muss man sich im Vergleich zum Positionstrading viel mehr Zeit für das Trading nehmen. So ist es erforderlich, den Chart jeden Tag zu analysieren und nach lukrativen Trading-Chancen Ausschau zu halten. Es ist dabei nicht ungewöhnlich, dass man einen Trade eröffnet und diesen bereits nach einigen Tagen wieder schließt. Wer über wenig Zeit verfügt, für den ist das Positionstrading besser geeignet.

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Curated Trading nutzen

Um das Positionstrading und insbesondere den CFD und Devisenhandel für Anfänger zu lernen, bietet es sich an, auf das von nextmarkets entwickelte Curated Trading zurückzugreifen. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des derzeit beliebten Social Tradings. Beim Social Trading kann man anderen Tradern „folgen“ und vor allem auch deren Trades kopieren. Wenn man einem erfolgreichen Trader folgt, kann man auch von dessen Performance profitieren.

Allerdings zeigt sich immer mehr, dass es schwierig ist, langfristig erfolgreiche Trader zu finden, welchen man folgen kann. Außerdem lernt man durch das bloße Kopieren nicht, eigenständig zu traden. Aus diesem Grund hat nextmarkets das Konzept des Social Tradings weitergedacht und das sogenannte Curated Trading entwickelt. Dort stehen einem 14 Coaches als Experten zur Verfügung. Diese verfügen über langjährige Erfahrungen mit dem Trading und sind mit dem Börsenhandel sehr gut vertraut.

Schon gewusst?

Auch bei nextmarkets haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses Trading Demokonto zu eröffnen, um darauf zum Beispiel das Positionstrading zu testen. Dieses Demokonto steht Ihnen für einen unbegrenzten Zeitraum zur Verfügung.

  • Bereits auf dem Demokonto können Sie auf die 14 Trading Coaches zugreifen
  • Diese können Ihre Trades und Strategien direkt und live in der nextmarkets Trading Plattform darstellen
  • Außerdem haben Sie bei nextmarkets Zugriff auf zahlreiche Ratgeber Artikel und Lern Videos, um das Trading zu erlernen
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Positionstrading lernen

Das Curated Trading bietet sich sehr gut dafür an, das Positionstrading zu erlernen. Dies geschieht vor allem dadurch, dass die Coaches ihre Trades direkt und live in der nextmarkets Trading Plattform darstellen können. Auf diese Weise fällt das Forex und CFD Trading lernen leicht, denn man kann die Profis dabei beobachten, wie diese den Chart analysieren und lukrative Trading Chancen finden. Das Positionstrading können Sie bei nextmarkets aber auch durch zahlreiche Ratgeber Artikel und Lern Videos erlernen.

Gerade als Einsteiger sollte man sich vor allem mit den folgenden Themen beschäftigen: Forex und CFD Trading, technische Chartanalyse und fundamentale Analyse sowie Money Management. Insgesamt richtet sich das Angebot von nextmarkets dabei sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Trader. Insgesamt sollte man stets darauf bedacht sein, sein Wissen in Bezug auf das Trading zu erweitern.

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Demokonto nutzen

Das Positionstrading lässt sich auch sehr gut auf einem Demokonto testen. Mittlerweile bieten fast alle Broker ein solches Demokonto an (Übersicht über CFD Broker Deutschland). Auch bei nextmarkets steht Ihnen ein solches Konto kostenlos zur Verfügung. Die Besonderheit besteht darin, dass Sie das CFD Trading Demokonto für unbegrenzte Zeit nutzen können. Dies gibt Ihnen auch genügend Zeit, die nextmarkets Handelsplattform kennenzulernen und ausgiebig zu testen.

Während der Demophase können Sie zudem auch auf die 14 Coaches zugreifen. Allerdings kann man bei nextmarkets auch ganz „normal“ ohne Curated Trading handeln. Ein Demokonto bietet sich auch sehr gut dafür an, neue Strategien, wie zum Beispiel das Positionstrading, zunächst mit virtuellem Geld zu testen. Auch können Sie ein Demokonto zum Beispiel dazu verwenden, den Handel auf neuen Märkten auszuprobieren. Generell ist es daher sehr empfehlenswert, ein Online Broker Demokonto zu nutzen.

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Fazit: Längerfristiges Trading kann sehr lukrativ sein

In diesem Artikel sind wir sehr detailliert auf das Positionstrading eingegangen. Dabei handelt es sich eigentlich um ein „Investieren“, denn man hält Positionen bei dieser Strategie in der Regel mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre. Je länger der Anlagehorizont ist, desto wichtiger ist auch die fundamentale Analyse. Denn fundamentale Daten geben in der Regel die große Trendrichtung vor.

Wie sich die Kurse dabei innerhalb des Trends verhalten, wird wiederum häufig sehr gut durch die technische Chartanalyse erklärt. Für das Positionstrading und Forex Trading lernen bietet es sich an, auf das Curated Trading von nextmarkets zuzugreifen und auf dem kostenlosen Demokonto zu trainieren. Denn dort wird man durch 14 Coaches unterstützt, welche Ihnen verschiedene Trading Strategien vorstellen. Insgesamt bietet sich das Positionstrading vor allem auch für diejenigen an, nie nur wenig Zeit haben, um sich mit dem Trading zu beschäftigen.

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